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boerse Es soll ja Studenten geben, die die Wahl ihres Studienfaches ganz klar begründen können. Viele Studenten, die sich aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage dafür entschieden haben, sich der Volkswirtschaft zu verschreiben, dürften aber enttäuscht sein. Denn offensichtlich hat das wirtschaftliche Finanzchaos noch nicht den Weg in die Hörsäle gefunden. Dort wird nämlich munter weiter auf den alten Theorien von Adam Smith herumgekaut, während draußen die Finanzmärkte kollabieren, Banken und Börsenplätze besetzt werden und eine Demonstration sich an die nächste Ausschreitung reiht. Die Volkswirtschaftslehre an den Universitäten scheint davon kaum beeindruckt zu sein. So manch ein VWL Student wünscht sich hier und da ein bisschen mehr aktuellen Praxisbezug. Denn nicht nur Linien in einem Diagramm zeigen an, wo ein Ungleichgewicht herrscht.

Trotz dieser Defizite, hat es bisher keine Änderungen der Lehrpläne gegeben. Munter werden weiter Formeln gepaukt, Gleichungen aufgestellt und, wie es heißt, „Grundlagen“ geschaffen. Erst seit kurzen boomt das Fach Verhaltensökonomie, dass dem Wesen der Krise wohl am ehesten gerecht wird, die sich nicht ausschließlich durch Formeln, sondern durch menschliches Verhalten erklären lässt.

Diese Problematik haben vor allem die Studenten selber erkannt und gründen Vereine, die sich an den Unis dafür einsetzen, dass sich die VWL einer Reform bzw. einem Umdenken unterzieht, um den Horizont der zukünftigen Ökonomen zu erweitern. Sie sollen schließlich auf die eben doch nicht so berechenbaren menschlichen Verhaltensweisen im wirtschaftlichen Kontext vorbereitet sein. Die studentischen Gruppen, wie die "Postautisten" der Uni Heidelberg beklagen, die VWL sei realitätsfremd und veraltet. Das Bild des vieldiskutierten Homo Oeconomicus habe ausgedient.

Der Wandel in der volkswirtschaftlichen Lehre kommt nur langsam in Gang. Aber immerhin: Es regt sich was. Dennoch bleibt abzuwarten, wann und wie die neoklassische Modellökonomik reformiert wird und ob die zukünftigen Volkswirtschaftler bei einer nächsten Krise gewappnet sind.







AbsolventenSeit Eintritt der Bologna-Reform vor etwa 10 Jahren werden Bachelor- und Masterstudiengänge an europäischen Hochschulen eingerichtet. In Deutschland sind mit Beginn des Wintersemesters in 2011 schon 85% aller Studiengänge umgestellt worden, so der aktuelle Bologna-Bericht. Auch immer mehr Absolventen verfügen über einen Bachelor- oder Masterabschluss.

Noch vor einigen Jahren hatten Firmen kaum mit Bachelor- und Master-Absolventen zu tun. Inzwischen haben sie viele Erfahrungen mit den neuen Abschlüssen sammeln können. Anfängliche Zweifel an der Qualität oder der Kompetenz der Absolventen haben abgenommen. Viele Unternehmen sehen jedoch wesentliche Unterschiede beim Einarbeitungsbedarf von Bachelor- und Master-Absolventen. Solche mit einem Bachelor-Abschluss starten seltener mit anspruchsvollen Aufgaben und bedürfen anfangs häufiger einer genauen Anleitung. Oft führen Firmen dies auf die fehlende Praxis im Bachelor-Studium zurück.

Dabei war die Idee der Bologna-Reform, dass ein Bachelor-Studium sich gerade durch Nähe zum Arbeitsmarkt und zur Praxis auszeichnet. Viele Firmen unterstützten deshalb anfangs die Umstellung und schätzten die kurze Ausbildungszeit. Stattdessen hört man jetzt oft Kritik an Bachelor-Absolventen. Leider bieten Unternehmen in solchen Fällen selten ein berufsbegleitendes Master-Studium an, sondern setzen meist auf Weiterbildungsmaßnahmen. Immer mehr Bachelor entscheiden sich deswegen, nach ihrem Abschluss ein Master-Studium zu absolvieren, statt direkt in den Beruf einzusteigen.

Doch das muss nicht sein. Obwohl offensichtlich große Unterschiede zwischen Bachelor- und Master-Absolventen bestehen, suchen zwei Drittel der befragten Unternehmen nicht gezielt nach bestimmten Abschlüssen oder ziehen einen der beiden Abschlussarten vor. Der Fokus liegt vielmehr auf den Studienfächern und -schwerpunkten. Auch Praktika und Auslandsaufenthalte sind von Vorteil. Es lohnt sich also durchaus, nach dem Bachelor auf Jobsuche zu gehen.







StudentenImmer mehr Studenten entscheiden sich für Hochschulen in Ostdeutschland. Auch solche, die ursprünglich aus dem Westen Deutschlands kommen. So lässt sich schon seit 2008 eine deutliche Zunahme westdeutscher Studenten an ostdeutschen Hochschulen beobachten. Seit 2010 beginnen sogar mehr westdeutsche Abiturienten ein Studium im Osten als umgekehrt.

Trotzdem muss weiterhin sehr stark für Hochschulen in Ostdeutschland geworben werden, da es dort immer weniger Abiturienten gibt. In den Kampagnen werden Vorteile wie moderne Gebäude, geringe Mietkosten oder gute Betreuung angeführt. Laut einer aktuellen Studie äußert sich dies in einer hohen Zufriedenheit ostdeutscher Studenten. Sie übersteigt sogar die Zufriedenheit an Hochschulen in Westdeutschland. Gefragt wurde in der Studie nach Studieninhalten, Ausstattung oder Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Trotz der guten Studienbedingungen ist der Berufseinstieg für ostdeutsche Absolventen wesentlich schwerer als für westdeutsche. Sie benötigen mehr Zeit für die Jobsuche, müssen mehr Bewerbungen schreiben und durchlaufen eine höhere Zahl an Bewerbungsgesprächen. Auch verdienen sie anfangs weniger Geld.

Hauptgrund ist meist die schlechtere Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft in Ostdeutschland, denn an der Qualifikation der Absolventen liegt es nicht. Ostdeutsche und westdeutsche Absolventen werden diesbezüglich von Personalern als gleich gut angesehen. Folglich brauchen ostdeutsche Absolventen zwar länger, um einen Job zu finden, haben aber deswegen keine schlechteren Arbeitsmarkt- und Karrierechancen.







kind-vor-pcEs ist wieder soweit: Jobware geht mit einem neuen Gewinnspiel in die nächste Runde. Unter dem Motto "Wenn ich groß bin, dann werde ich..." müsst Ihr in der Zeit vom 6. Februar bis 1. März wieder täglich auf unserer Jobware-Fanpage auf Facebook dabei sein. Jeden Tag gibt es eine Frage. Die Antwort dazu muss in einem Kreuzworträtsel gespeichert werden. Dieses Mal haben wir uns aber noch etwas ganz Besonderes für Euch ausgedacht...

...und hier die Details: Wie bei den bisherigen Gewinnspielen auch, verlosen wir unter allen richtigen Einsendungen mit der richtigen Lösung einen tollen Tagespreis.

Der Hauptgewinn wird unter allen Teilnehmern mit dem richtigen Gesamtlösungswort verlost. Unser Gewinnspiel-Special: Ihr dürft heute ab 15 Uhr selbst abstimmen, was Ihr gewinnen wollt. Zur Auswahl stehen ein iPad2, ein iPhone4s, HTC Sensation XL inkl Beats Audio On-Ear-Headset oder ein Eee Pad Transformer Prime TF201.

Also, jetzt direkt auf unserer Fanpage abstimmen und mitmachen!

Haben wir Euch neugierig gemacht? Das Jobware-Team freut sich auf Eure Teilnahme.







befristeter-vertragVergangene Woche hatte das höchste EU-Gericht in Luxemburg entschieden, dass befristete Arbeitsverträge mehrmals verlängert werden dürfen. Geklagt hatte eine Frau, die in elf Jahren 13 Mal befristet eingestellt wurde – in der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Köln. Sie wurde als Vertretung für fehlende Mitarbeiter eingesetzt.

Befristete Arbeitsverhältnisse dürfen aber nur dann mehrmals verlängert werden, wenn es einen sachlichen Grund dafür gibt. Aber was ist schon ein sachlicher Grund? "Der Europäische Gerichtshof entschied, die Tatsache, dass ein Arbeitgeber wiederholt Vertretungen einstelle und dass diese Vertretungen auch durch Arbeitnehmer mit unbefristeten Verträgen gedeckt werden könnten, bedeute nicht, dass kein "sachlicher Grund" im Sinne des deutschen und europäischen Rechts vorliege. Auch könne daraus nicht auf einen Missbrauch geschlossen werden."

Die 33-Jährige hatte argumentiert, dass es bei 13 Verlängerungen binnen elf Jahren keinen "nur" vorübergehenden Bedarf an Vertretungskräften geben kann. Besonders aufmerksam sollten Arbeitnehmer werden, wenn sie laut Vertrag eine Schwangerschaftsvertretung übernehmen, jedoch in der Praxis eine ganz andere Arbeit verrichten müssen als die werdende Mutter. Der Mitarbeiter kann die Festeinstellung in diesem Fall einklagen.







wurfel Erfolg im Beruf ist nicht immer planbar. Oft hilft einem dabei der Zufall. Stefan Raab, Joschka Fischer und andere prominente haben es vorgemacht: Karriere ist oft nicht planbar und hängt auch von glücklichen Zufällen ab.

Wer dem Zufall auf die Sprünge helfen will, der sollte vor allem eins tun: Reden. Denn nur wer über seine Fähigkeiten, Berufswünsche und Talente mit anderen spricht, kommt weiter. Wer Glück hat stößt irgendwann auf einen nützlichen Kontakt, der zum beruflichen Erfolg beitragen kann. Im Freundeskreis, aber vor allem in der Uni sollte man sich früh um ein Netzwerk aus Kontakten bemühen, die einem beim Berufseinstieg später hilfreich sein können.

Autoren, die sich mit diesem Thema Zufall und Erfolg beschäftigt haben, sprechen von einer Chancenintelligenz, die man sich erarbeiten muss, um später gezielt Chancen zu erkennen und sie gezielt nutzen zu können. Auch Initiative und Durchhaltevermögen sind weitere Voraussetzungen, die einem helfen können aktiv dem Zufall auf die Sprünge zu helfen. Wer zusätzlich über ein gewisses Maß an Selbstvertrauen verfügt und sich ein Netzwerk aus Kontakten aufgebaut hat, der ist schon auf dem richtigen Weg.

Allerdings gilt auch hier: Wirklich planbar ist der Erfolg natürlich nicht. Unvorhersehbare Ereignisse, im positiven oder negativen Sinne, können das gesamte Vorhaben wieder in neue Bahnen lenken. Aber auch diese Veränderungen sollte man gelassen entgegenblicken und für sich nutzen. Denn auch hierhinter könnte sich wieder eine neue Chance verbergen.







kuche_chaosEin alltägliches Szenario aus einer Studenten-WG: Die Küche ist randvoll mit dreckigem Geschirr, das Badezimmer sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und überhaupt steht nichts da wo es eigentlich stehen sollte. Und immer sind es die anderen, die Schuld an dem Chaos sind.

Ludger Büter, erfahrener WG-Psychologe, muss in solchen Situationen schlichten. "Bei Konflikten geht es darum, seine Lösung nicht nur zu beschwören, sondern aktiv dazu beizutragen, manchmal auch durch Unterlassung: nicht mehr nachts die Musik aufdrehen oder lauthals mit der Freundin in Südamerika skypen." Egal ob in einer Partnerschaft oder in einer Studenten-WG, jeder der mit anderen Menschen zusammenlebt, müsse sich mit unvertrauten Interessen auseinandersetzen.

Vielen Studenten gehe es heute aber nur noch um einen billigen Wohnraum. Sie wollen Menschen um sich haben, die oft mit gleichen Problemen kämpfen oder die sich mit ähnlichen Zielen beschäftigen. Zu große Unterschiede sollte es in einer Wohngemeinschaft deshalb nicht geben. "Zu große Gegensätze funktionieren kaum: Wenn dem einen Sauberkeit und Ordnung viel bedeuten und der andere hinterlässt Schleifspuren im Klo und Haare im Abfluss, weil er das gar nicht als Problem sieht - dann können Sie sich vorstellen, was passiert." Vor dem Einzug solle man sich Gedanken machen, ob man selbst kompromissfähig ist, denn eine WG ist ein Zweckbündnis auf Zeit.

Tatsächlich käme es heute zu mehr Konflikten als damals, erklärt der Psychologe. "Ich kann nur vermuten: Die Studenten von heute sind verwöhnter. Plausibel scheint mir, dass es mehr Einzelkinder gibt als früher, die im Zusammenleben mit anderen nicht so geübt sind."

Auf keinen Fall sollte man auf emotionale Geborgenheit in einer WG hoffen. Denn wird man einmal enttäuscht, ist es schwer, weiterhin miteinander zu leben. Natürlich entstehen auch Freundschaften, doch sollte man bei einer WG nichts suchen, was man sonst im Leben vermisst hat.







sonneSind mir meine Freunde wichtiger oder ziehe ich lieber nach Frankfurt, um Karriere zu machen? Will ich heiraten und Kinder kriegen oder doch unabhängig bleiben? Je älter wir werden, desto mehr Entscheidungen müssen wir treffen. Und es wäre eine Illusion zu glauben, dass alles gleichzeitig möglich ist. Entscheidungen fallen vielen Menschen schwer. Denn egal wofür wir uns entscheiden, andere Möglichkeiten werden dann verworfen. Entscheiden können wir uns aber nur, wenn wir wissen was uns wichtig ist.

Doch was in unserem Leben aber wichtig ist, ist nie dringend. Es ist nicht dringend, Sport zu machen. Aber es würde uns gut tun. Es ist nicht dringend, mit unserem Partner über ein Problem zu sprechen, aber es wäre wichtig und entscheidend für eine erfüllte Beziehung. Da wichtige Entscheidungen und Dinge nicht dringend sind, schieben wir sie immer wieder vor uns her. Und so kommen wir zu der Annahme, dass es besser ist, alles andere möglichst schnell zu erledigen, um später Zeit für die wichtigen Dinge zu haben: Ein rasant schnelles Leben also. Doch dann müssen wir enttäuscht feststellen, dass wir kein erfülltes sondern eher ein gefülltes Leben führen.

Beruflicher Erfolg beispielsweise ist nur einer von vier Lebensbereichen, der unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit beeinflusst. Viele Menschen haben in diesem Bereich eine klare Perspektive, dafür fehlen häufig Ziele in den anderen Lebensbereichen wie "Soziales Leben", "Gesundheit" und "Sinn des Lebens". Alle vier Bereiche stehen in einer Wechselbeziehung. Steht der Beruf an erster Stelle, versagen langfristig Leistungskraft und Lebensfreude. Wer einsam ist, ist nicht unbedingt glücklich und kann sich deshalb auch nicht auf den Job konzentrieren. Wer nach dem Sinn des Lebens sucht, ist nicht froh und ebenfalls nicht leistungsfähig.

Die Balance zwischen all diesen Bereichen kann aber gelingen, wenn wir eine Vision von unserem künftigen Leben vor Augen haben. Ein erster Schritt zum Beispiel wäre, sich Zeit zu nehmen und sich selbst zu fragen, was einem wichtig ist – bezogen auf alle vier Bereiche. Anschließend lassen sich mit den Antworten konkrete Vorsätze fassen und helfen, einen Plan zu schmieden, um ein erfüllteres Leben führen zu können.

































Was nicht passt
Bewerbungen schreiben gehört sicher nicht zu den ...













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