Kategorie: Allgemeines
So, heute gibt es mal wieder Neuigkeiten, die vor allem für jetzige Bafög-Empfänger und zukünftige Studenten interessant sein dürfte. Der Bundestag hat (schon am Freitag) eine Erhöhung der staatlichen Förderung für Studenten beschlossen. Das Bafög soll künftig auf bis zu 670 Euro im Monat steigen. Die festgelegte Altersgrenze wurde von 30 auf 35 Jahre hochgesetzt (darüber lässt sich meiner Meinung nach streiten, aber nun gut ...). Leider sind Beschlüsse vom Bundestag noch lange keine Garantie für die Durchsetzung eines Vorhabens. Die Zustimmung des Bundesrates steht noch aus, zudem zeigen sich die Ministerpräsidenten einzelner Bundesländer wenig begeistert. Am Freitag wurde neben der Erhöhung des Bafög auch das Nationale Stipendienprogramm vom Bundestag (von der Koalition) verabschiedet. Hochschulen sollen künftig bis zu acht Prozent der besonders begabten Studenten mit 300 Euro pro Monat einkommensunabhängig unterstützen können. Auf den ersten Blick eine feine Sache, auf den zweiten aber dann auch schon nicht mehr so ganz. Da das Geld ja irgendwo herkommen muss, sollen Unternehmen die Hälfte der Kosten tragen und es ist noch relativ unklar, ob es auch genug Unternehmen gibt, die sich daran beteiligen wollen (Sponsoren zu finden, bleibt übrigens den Hochschulen selbst überlassen). Müßig zu erwähnen, dass die Opposition auch diesem Vorschlag von FDP und CDU eher kritisch gegenübersteht ...
Bildungsministerin Annette Schavan will mit diesen Änderungen genau dem Trend entgegen treten, welchen wir in unserem letzten Blog erst wieder angesprochen haben, nämlich einer immer größeren Ausgrenzung von Kindern aus einkommensschwachen Familien. Ob 13 Euro mehr im Monat dafür ausreichen, lasse ich mal dahingestellt. Das hieße ja immerhin eine Stunde weniger arbeiten und eine Stunde mehr lernen ...


