Der erfolgreiche Bewerber wartet nicht, bis jemand an seiner Haustür klingelt und ihm seinen neuen Job auf dem Silbertablett serviert, sondern er wird selbst aktiv. Er sammelt so viele Informationen über seinen Zielmarkt wie möglich: Welche Firmen haben Bedarf an seinen Fähigkeiten, wie heißen diese, wo befinden sie sich, seit wann gibt es sie, wie ist die Mitarbeiter- und Umsatzentwicklung, mit welchen Produktionssystemen (Maschinen, Software usw.) arbeiten sie, an wen verkaufen sie ihre Produkte und Dienstleistungen, welche Themen und Probleme sind dort gerade aktuell?
Als Quelle für seine Recherchen nutzt der erfolgreiche Bewerber das Internet, Fachzeitschriften, Messekataloge und Mitgliederlisten von Verbänden. Er identifiziert die maßgeblichen Ansprechpartner und schreibt ihnen, ruft sie an, geht persönlich hin, trifft sie bei Fachvorträgen und Konferenzen.
Wenn das nicht klappt, scheut der erfolgreiche Bewerber auch nicht davor zurück, ganz unauffällig, sozusagen „undercover“, mit seinem zukünftigen Arbeitgeber Bekanntschaft zu schließen – zum Beispiel in dessen Fitnessstudio. Wenn sein Traumjob per Zeitungsannonce angeboten wird, dann weiß er, dass er zu langsam war.
Er investiert genau so viel Zeit in seine Bewerbungskampagne wie in eine Vollzeit-Anstellung. Er vertrödelt nicht Wochen und Monate mit Abwarten, sondern startet immer neue Aktivitäten, bis er seinen Traumjob findet. So kann er auch Rückschläge gut verkraften, weil er stets mehrere Eisen im Feuer hat.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".


