Jura gilt ja als eine eher trockene Disziplin, in der Studenten Paragraphen rauf- und runter beten können und unfassbar dicke Bücher durch die Uni schleppen. Das Paragraphen-Pauken scheint ein mühseliges Unterfangen zu sein. Und so hat sich ein Jura-Professor der Uni Köln die umstrittene Lernmethode der sogenannten Suggestopädie zu Nutze gemacht. Eine Lernmethode, bei der mit Hilfe von visuellen und auditiven Reizen Lerninhalte „gehirngerecht“ aufbereitet werden.
Gehirngerecht aufbereitet heißt in unserem Fall: Die „Verknüpfung von fachlichem Know-How mit raptypischen Songstrukturen.“ Mit anderen Worten: Der Paragraph wird gerappt. Die Idee dahinter: Ein verzweifelter Student braucht Hilfe bei der Interpretation eines Paragraphen und ruft seinen Professor an. Der antwortet mit einem (vielleicht nicht ganz MTV-reifen) Rap.
Diese Methode findet auch in Schulen großen Anklang. „Rapucation“ heißt das Zauberwort und ist die moderne Form der Eselsbrücke, bei der Lerninhalte in Raptexte verpackt werden. Wer also demnächst Theorien, Formeln und Vokabeln büffeln muss, der sollte es mit musikalischer Untermalung oder eben einem kleinen Rap versuchen.
Ach ja: Um peinliche Situationen in der WG zu vermeiden, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die Zimmertür während des „Lernens“ geschlossen bleibt.



9. Februar 2009 at 14:45
sehr gute idee. die werde ich mal meiner schwester vortragen, denn die hat echt vor, diesen trockenen stoff zu lernen bzw. zu studieren. da ich an ihrer disziplinhaftigkeit zweifle, ist das vielleicht der weg, der ihr zum rauf- und runterbeten der paragraphen helfen wird.
9. Februar 2009 at 18:17
Das erinnert doch auch sehr stark an die Gruppe “Junge Dichter und Denker”, die genau mit dieser Methode den Schülern die alten Gedichte näher bringen wollen. Dieses Konzept scheint auf jeden Fall praxistauglich zu sein.
9. Februar 2009 at 20:53
yo, von wegen wg zimmer. am besten rappt es sich im hinterhof an ner brennenden mülltonne!