Kategorie: Allgemeines
Wusstet ihr eigentlich, dass man mit der Zustimmung der sogenannten Allgemeinen Geschäftbedingungen (AGB) einen Vertrag mit dem Anbieter eingeht? Oder mal anders gefragt, wer hat eigentlich Lust und mag es sich die AGBs am Bildschirm durchzulesen?
AGBs sind in unserer heutigen Zeit und beim Gebrauch des Internets ganz normal geworden. Bei allen Accounts, die man einrichtet, Software, die man runterläd oder Bestellungen, die man aufgibt, gibt es AGBs, denen man zustimmen muss, bevor man das bekommt, was man möchte. Wenn ihr ehrlich seid, gebt ihr zu, dass ihr –genau wie ich– bestimmt nicht immer die gesamten Voraussetzungen der AGBs lest, bevor ihr zustimmt. Die meisten stimmen den Richtlinien doch einfach zu, in der Hoffnung schon nicht gegen sie zu verstoßen oder bereits alles zu wissen, was da drin steht.
Wir werden über das Internet einfach viel zu viel mit solchen Einwilligungen in die Geschäftsbedingungen konfrontiert, dass wir oft gar nicht mehr daran denken, wofür das überhaupt gut ist und was wir damit ausrichten.
Hätte z.B. jemand von euch damit gerechnet ein teures Abo bei einer Download-Seite abzuschließen, nur weil er die AGBs nicht richtig las und mit der „blinden“ Zustimmung diesen Vertrag besiegelte?
Ich habe das nicht bemerkt, denn ich lese die AGBs fast nie und somit bin ich in die gemeine Falle von der Download-Seite getappt, bei denen ich jetzt Verbindlichkeiten habe. Und obwohl das Unternehmen, mit Sitz in den Vereinigten Emiraten, ein fragwürdiges Geschäft damit macht, war ich selbst Schuld und bin den abzockerischen Vertrag mit denen eingegangen, ohne es zu wissen.
Das Dumme ist noch, dass die Firma meine komplette Anschrift hat und mich somit mahnen kann. Aber nach eingeholten Informationen halte ich erstmal die Füße still und erst wenn ein Gericht mich anschreibt, werde ich mit Rechtsbeistand darauf reagieren. Ich hoffe und denke aber, dass es nicht so weit kommen wird.
Was lernen wir also daraus? Überfliegt wenigstens die AGBs und überlegt euch genau für welche Sachen ihr im Internet eure persönlichen Daten angebt.



26. Oktober 2008 at 10:41
Hi, ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema Vertragsrecht und kann dich beruhigen: Preise bzw. Kosten, die in den AGBs versteckt sind, muss man nicht bezahlen. Entsprechende Klauseln sind immer unwirksam. Firmen, die solche “Tricks” anwenden, ziehen übrigens auch nie vor Gericht, weil sie genau wissen, dass sie dann verlieren.
13. November 2008 at 13:36
Ich danke noch nachträglich für den Hinweis. Das beruhigt mich sehr! Zum Glück hat sich die Firma nicht mehr gemeldet und ich mache mir da jetzt auch keine Sorgen mehr, weil ich auch nicht glaube, dass sie sich selbst ein Bein stellen und ihre fragwürdigen Methoden öffentlich machen. Ich warte mal ab, was da so kommt und denke aber, dass es nichts schlimmes sein wird. Vielen Dank für den Kommentar!
15. Februar 2009 at 20:22
Einmal davon abgesehen, dass derartige Betrüger eigentlich nie klagen: Du hast immer noch das Widerrufsrecht, sprich, du kannst den Vertrag auch einfach wieder schriftlich kündigen. Bei deutschen Betrügern jedenfalls. Das Porto in die Emirate sparst du dir in diesem Fall besser.