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schlossDas Internet ist für mich eine gespaltene Persönlichkeit. Zum einen soll und will man seine Daten niemandem übermitteln, sodass nichts Unrechtes mit den Daten geschieht. Zum anderen hingegen stellen Millionen von Menschen ihre intimsten Details und Interessen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und StudiVZ ein. Doch wie anonym bin ich wirklich im Netz?

Durch mein Interesse an MMORPG’s (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) war das Thema Anonymität im Netz für mich immer schon präsent. Denn ich spiele mit vielen Leuten auf der Welt zusammen und nicht jeder Mensch soll wissen, wer hinter dem Wesen steckt, welches ich verkörpere. Warum eigentlich? Weil mir meine Eltern das immer geraten haben? Tja eigentlich eine gute Frage, denn grundsätzlich gebe ich doch schon alles, oder sagen wir mal einiges, in Social Media preis und jede zweite Firma hat bereits meine Adresse von irgendwem gekauft. Also warum nicht gleich alles preisgeben? Denn, wenn man wirklich unbedingt wissen möchte, wo jemand wohnt oder wie seine/ihre Telefonnummer lautet, kann man das auch rausbekommen. Ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und zudem gibt es noch den Effekt, dass die ganzen Unternehmen, die meine Daten weiterverkaufen, keinen Cent mehr sehen würden. Denn wer zahlt schon für eine Information, die bereits öffentlich im Netz einsehbar ist?

Doch mal Spaß beiseite, denn die Anonymität im Netz ist wichtig. Laut Statistik des Bundesministeriums des Innern haben sich die Straftaten mit dem Tatmittel Internet von 2008 auf 2009 um 23,6 Prozent (insgesamt 206.909 Straftaten im Jahr 2009) und die Computerkriminalität um 17,7 Prozent (insgesamt 74.911 Straftaten im Jahr 2009) erhöht. Straftaten mit dem Tatmittel Internet umfassen Betrugsdelikte, Warenbetrug und Verbreitung pornografischer Schriften.

Die Zahlen zur Computerkriminalität bezeichnen hingegen Computerbetrug, Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel, das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Softwarepiraterie. Ein Beispiel wäre, wenn ein Krimineller meine Kreditkartennummer und den dazugehörigen PIN herausfinden würde, weil ich nicht vorsichtig genug mit den Daten umgegangen bin. Mit diesen Informationen könnte der Dieb dann Dinge kaufen, die möglicherweise illegal sind. Dabei ist das Schlimmste, dass ich zusätzlich noch rechtlich belangt werden kann, wenn ich fahrlässig mit meinen Daten umgegangen bin.

Alle, die wissen möchten was sie im Netz für "Spuren" hinterlassen, können sich diesen interessanten Link einmal anschauen: www.gulli.com/anonymitaetscheck



 

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