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Deutschland braucht und sucht dringend Ingenieure, das steht fest. Wir wollen im internationalen Vergleich im Bereich Forschung und Entwicklung mithalten können. Immerhin haben wir aus dem letzten Jahr 44.000 fertige Ingenieursstudenten vorzuweisen. Sieht man jedoch im Vergleich die 400.000 Ingenieure, die in Indien ihr Studium beendet haben, ist klar, dass wir noch Nachholbedarf haben.

In Indien steigen die Zahlen der Studienanfänger auch noch, während sie in Deutschland eher stagnieren. Auch China verbessert ihr Bildungssystem und ihre berufsbildenden Einrichtungen, so dass sich das Land auf Platz zwei hinter die USA im Bereich Forschung und Entwicklung im Themenbereich wie Nanotechnologie setzt. Trotzdem ist das den Chinesen nicht genug an Bildungselite. Auf die Gesamtbevölkerung gesehen, wünschen sie sich immer noch mehr Studenten, die die Wirtschaft weiter antreiben sollen. Indien wünscht sich auch trotz steigender Studienanfänger noch mehr Talente.

Das ist in den fernöstlichen Ländern jedoch schwierig, da es zu wenig hochwertige Hochschulen gibt und auch die steigenden Studiengebühren ermöglichen nicht jedem ein Studium. Doch China und Indien haben den enormen Ehrgeiz, die bestehenden Probleme zu lösen. Die beiden großen Industrieländer aus dem fernen Osten sind zu selbstbewussten internationalen Mitspielern in Forschung und Entwicklung geworden. Speziell in Indien gibt es ausgezeichnete Ingenieure, die deutsche Firmen bereits für sich entdeckt haben. Da solche Firmen auch großes Interesse an diesem Standort haben, verbessern sich damit auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen für viele Inder, die gar nicht mehr ins Ausland ziehen wollen.

Deshalb wurden jetzt auch von Bund und Ländern die Konditionen für ausländische Fachkräfte verbessert, weil wir gute Ingenieure halt auch in Deutschland dringend brauchen. So wurde die Einkommensgrenze für die unbefristete Niederlassungserlaubnis von Hochqualifizierten gesenkt und auch die Mindestinvestitionssumme für ausländische Existenzgründer soll sinken. Für Bürger aus den neuen EU-Staaten soll die Vorrangprüfung entfallen und Ausländer, die ihren Berufsabschluss in Deutschland beendet und dafür eine Anerkennung bekommen haben, erhalten einen sicheren Aufenthalt.

Wundert euch also nicht, wenn bald mehr Chinesisch als Englisch gesprochen wird und die meisten Autofabrikate einen indischen Stempel tragen.




 

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