Und wieder einmal gibt es heftige Diskussionen in Politik und großen Unternehmen um die geplante Frauenquote. Familienministerin Kristina Schröder will jetzt sogar Bußgelder durchsetzen, sofern börsennotierte Konzerne dieser Selbstverpflichtung nicht nachkommen.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass börsennotierte Unternehmen die Anzahl von Männern und Frauen im Vorstand jährlich veröffentlichen müssen. Darüber hinaus sollen sie zusätzlich zu einer Erklärung verpflichtet werden, welchen Geschlechteranteil sie anstreben.
Falls die Zusammensetzung des Vorstands nicht der Selbstverpflichtung entspricht, drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld. Heute sprechen die Mitglieder der Bundesregierung mit den Personalvorständen der Dax-30-Unternehmen über dessen individuelle Ziele für mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten. Und eines ist klar: Schröder wird mit hohen Erwartungen in dieses Gespräch gehen.
Und ob es wirklich möglich ist, Unternehmen bei selbstgesteckten Zielen mit Sanktionen zu belegen ist äußerst fragwürdig. Wenn es nach dem Willen der Familienministerin geht, soll dieses Gesetz schon am 1. Juli 2012 in Kraft treten.


