In den vergangenen Tagen öffnete die „Milk 2010“ als erste offizielle Jobmesse für Homosexuelle in München ihre Pforten. Benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister von San Francisco Harvey Milk, der sich als erster Politiker öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, können Interessierte hier ihre Kenntnisse in Workshops und bei Seminaren verbessern und herausfinden, welche Unternehmen als „gay-friendly“ gelten.
Auf der Messe sind neben dem Axel Springer Verlag, Ford und IBM, noch weitere namhafte Aussteller vertreten. Auch Netzwerken wird hier ganz groß geschrieben und so haben die Besucher die Möglichkeit Kontakte mit Gleichgesinnten auf professioneller Ebene zu knüpfen.
Eigentlich eine gute Sache, aber die scheinbare Notwendigkeit einer solchen Messe zeigt einmal mehr, wie intolerant und empfindlich die Berufswelt auf diesem Gebiet immer noch zu sein scheint. Ich dachte wir leben im 21. Jahrhundert und da sollte die sexuelle Orientierung doch mittlerweile keine Rolle mehr spielen. Und ob eine Jobmesse für Homosexuelle wie die „Milk 2010“ wirklich förderlich, oder nicht sogar eher kontraproduktiv ist, da sie Homosexuellen im Berufsleben eine Sonderposition einräumt, wo doch eigentlich Gleichberechtigung das Ziel sein sollte, wage ich mal zu bezweifeln.
Dass man während der Semesterferien mal ein bisschen über die Strenge schlägt, kommt ja durchaus mal vor. Aber nur ganz selten landet man dann nur mit einem Unterhemd bekleidet im Umkleideraum des örtlichen Krankenhauses. Genau das ist jetzt einem Göttinger Student passiert, der nach einem ordentlichen Saufgelage dort seinen Rausch ausgeschlafen hat.
Mit dieser äußerst spärlichen Bekleidung und dazu noch schlafend, fand die Putzfrau einen 25-jährigen Studenten morgens vor. Von dieser aus seinen Träumen gerissen, zog der Student sein Hemd aus, wickelte es sich um die Hüfte und ergriff zunächst die Flucht. Reumütig kehrte er aber ziemlich schnell wieder an Ort und Stelle zurück und entschuldigte sich für seinen Auftritt. Der Polizei teilte er später dann mit, dass er am vorherigen Abend an einer Whiskeyprobe teilgenommen habe. Wie er in den Umkleideraum des Krankenhauses gekommen war und warum er seine Kleidung ordentlich gefaltet vor einem Haus in der Nachbarschaft abgelegt hatte, konnte er allerdings nicht erklären.
Zum Schluss gibt es passend dazu noch die Weisheit des Tages von mir: "Das Eis macht Flüsse im Winter begehbar und Whiskey im Sommer trinkbar."
Zugegeben, ich bin auch ein Stalker. Zwar keiner von der alten Schule, der in Wohnungen eindringt, um einen Liebesbrief oder eine Rose auf dem Bett meines Opfers zu hinterlassen, aber einer, der sich via studiVZ in die Privatsphäre von fremden Leuten einmischt, um sich die Fotos vom letzten Familienurlaub anzugucken. Aber was nun folgt, und das soll keine Rechtfertigung meines unanständigen Verhaltens sein, treibt das Ganze auf die Spitze. Stalking Deluxe.
An der Harrington High-School in Pennsylvania kam jetzt ein Überwachungsfall der Extraklasse ans Tageslicht. Großzügig wurden dort Laptops unters Volk gebracht. Die Freude war groß, doch was die Schüler nicht ahnen konnten: Per „Remote Desktop", also quasi per Fernsteuerung, konnten sich die Lehrer bequem auf den Laptops ihrer Schüler einloggen und durch das Einschalten von Webcam und Mikrofon genau verfolgen, was die Schüler so trieben. Auf den Klick genau. Oft gehört das sogenannte „Remote Desktop Program“ zur Grundausstattung vieler Laptops, die an den Schulen verteilt werden. Aus Sicherheitsgründen versteht sich.
Scheinbar ist es aber auch für einen IT-Administrator eine unterhaltsame Beschäftigung, die Aktivitäten der Schüler an ihrem Rechner zu beobachten. Denn so stolz und unverblümt, wie er in einem Video erklärt, wozu er „Remote Desktop“ sei Dank in der Lage ist, scheint er sich keiner Schuld bewusst zu sein. Ein Hoch auf den Datenschutz. Und ein Netbook von der Uni Paderborn will ich jetzt auch nicht mehr…
Bei BMW wird derzeit heftig diskutiert. Nicht über den neuen Fünfer oder das 3er Cabrio. Diesmal geht es um die interne Kleiderordnung des Unternehmens. Zu leger, zu sportlich und gar anzüglich sollen einige Mitarbeiter gekleidet sein. Von Motto-Shirts und Flip-Flops ist die Rede. Eine Image-Zwickmühle: Will man auf der einen Seite jung, modern und sportlich wirken, so sollen doch auf der anderen Seite, Tradition und Klasse gewahrt werden. Eine witzige Vorstellung, dass die hochkarätigen Gäste aus Fern-Ost von einem Ingenieur im „Busen-Bier-und-Ballermann“-Shirt in Empfang genommen und durch die Hallen geführt werden. Na dann Sayonara.
Ist diese Ballermann-Mentalität, die derzeit durch die Flure des renommierten Traditionsautoherstellers geistert, vielleicht noch ein Relikt aus alten Studientagen der Ingenieure und BWL-Studenten, die mit dem Berufseinstieg nicht ganz abgelegt wurde? Irgendwie scheint sich jedenfalls der sogenannte „Casual Friday“ bei BMW verselbständigt zu haben und zu einem wahren „Casual All-Day“ mutiert zu sein. Und da stellt sich die Frage, wie „casual“ sollte es in einem Unternehmen zugehen?
Ist Kleidung nicht nur Fassade? Eigentlich schon, denn über Kompetenz sagt sie nun wirklich nichts aus. Das wissen wir alle. Aber dennoch würden wir einem uniformierten pseudo-seriösen Schlipsträger eher etwas abkaufen, als einem Motto-Shirt tragenden Individualisten. Irgendwie wollen wir an den schönen Schein glauben und uns der Illusion hingeben, dass dieser uniformierte BWL-Roboter, der vor uns sitzt genau weiß, was er tut. Das wissen auch die Unternehmen.
Wir sind also mit Schuld an der ganzen Misere. Denn mal ehrlich: Ist uns ein inkompetenter Schlipsträger nicht lieber, als ein Blödel in Shorts und T-Shirt? Kleider machen eben doch Leute.
Da blickt man doch mit Freuden auf den ersten Job! Wie die englische Daily Mail berichtet, hasst jeder Fünfte Arbeitnehmer seine Büro-Kollegen. Zwei Drittel gehen nach Feierabend regelmäßig dem Hobby nach über die lieben Kollegen zu lästern. Männer äußern ihre Abneigung dabei anders als Frauen. Es ist schon nicht ganz einfach. Man ist gezwungen den Großteil seines Tages mit Ihnen zu verbringen, man teilt Dinge aus dem Privatleben und verbringt Mittags- oder Kaffeepausen zusammen. Ausgesucht hat man sich die Kollegen aber in 99 Prozent aller Fälle nicht und so entstehen häufig recht zwiespältige Verhältnisse.
Was bei der Befragung sofort aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Frauen deutlich häufiger Lästern als Männer. Grob gerechnet verbringen weibliche Angestellte demnach rund zwanzig Minuten am Tag damit sich über die lieben Kollegen zu beschweren. Die Gründe dafür reichen von Neid bis zur eigenen Angst um den Job. Männer widerum beschweren sich vor allem über die Faulheit anderer. Nicht verwunderlich ist in diesem Zusammenhang, dass ein Drittel der 2000 Befragten angab, es wäre in der Freizeit noch nie ein Kontakt zustande gekommen. Man geht halt ungern nach der Arbeit noch gern ein Bier zusammen trinken, wenn man sich nicht leiden kann ...
Am liebsten lästert man übrigens in der Medien-Branche (dürfte am hohen Frauen-Anteil liegen), es folgen Buchhaltung, IT-Branche und Verkauf.
Arbeitslosigkeit ist nicht nur schlecht für das Portemonnaie, sondern auch für die Gesundheit. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat herausgefunden, dass Arbeitslose ihren Gesundheitszustand mehr als doppelt so häufig wie Beschäftige als mittelmäßig bis sehr schlecht bewerten. Von Januar bis November haben sich im Jahr 2009 knapp 1,7 Millionen Arbeitslose krank gemeldet, im Vergleich zum Jahr 2008 ist das ein Sprung von 13 Prozent. Schon im Jahr 2007 betrug die durchschnittliche Krankheitsdauer von Arbeitslosen satte 35 Tage. Mehr als dreimal so viele wie bei pflichversicherten Arbeitnehmern und zweieinhalb mal so hoch wie bei Arbeitern.
Die Erwerbslosen leiden öfter an Stoffwechselkrankheiten und erkranken fast doppelt so häufig an Krebs, wie beschäftigte Personen. Vor allem was psychische Störungen betrifft, liegen Arbeitslose aber ganz weit vorne. Diese Zahl liegt sogar um das vierfache Höher wie bei Arbeitnehmern. Mehr als jedem siebten Arbeitslosen werden demnach mittlerweile Psychopharmaka verordnet. Grund dafür sind angeblich die schwierige Lebensgestaltung mit geringen finanziellen Mitteln sowie die Verarbeitung von Misserfolgen bei Bewerbungen.
Interessante und vor allem auch sehr streitbare Studie würde ich sagen. Gleichzeitig aber auch relativ nichtssagend, weil sie etwas oberflächlich ist. Das "nichts tun" krank macht ist sicherlich eine Erkenntnis, die auf den ersten Blick etwas verwunderlich ist. Gleichzeitig weiß man ja schon seit Jahren, dass ein Großteil der Arbeitnehmer Krankheiten mit ins Büro schleppt, aus der Befürchtung heraus, dass man mit dem krank feiern möglicherweise seinen Job riskiert. Naja, die Studie analysieren müssen andere, ich lasse das einfach mal so stehen ...
Über Facebook hatte ein 16-jähriger Eliteschüler (Westminster School; 21.000 britische Pfund im Jahr) zu einer Party in die für das Wochenende sturmfreie Bude seiner reichen Eltern geladen. Was dann dabei herauskam hätte er sich wohl nicht träumen lassen. Zu der Party in das eine Million britische Pfund teure und abgezäunte Anwesen im noblen Londoner Vorort Kingston-upon-Thames kamen nämlich nicht nur ein paar Mitschüler und Freunde, sondern mehrere Hundert weitere Partygäste. Man kann sich vorstellen, dass den meisten davon nach den ersten Drinks relativ egal war, wie denn das Haus am Morgen danach wohl aussehen würde. Dementsprechend endete das ganze dann auch eher unschön.
„Man konnte den Rasen vor lauter Flaschen und Bierdosen nicht mehr erkennen. Gegenstände wurden aus dem Fenster geworfen, unter anderem ein Ventilator. Einige pinkelten aus den Fenstern im ersten Stock“, berichtete eine sichtlich geschockte Nachbarin „Sky News“.
Sechs Polizeieinheiten und zwei Rettungswägen waren nötig, um das ausufernde Chaos wieder unter Kontrolle zu bekommen. Zwei Jugendliche wurden vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf welche Summe sich der Sachschaden insgesamt beläuft ist noch unklar und Kommentare der Eltern gibt es dazu keine.
Das Facebook Profil vom "Übeltäter" ist zwar mittlerweile nur noch Freunden zugänglich, wenn es dabei als "Strafe" bleibt, darf er die Party aus meiner Sicht dann aber doch noch als vollen Erfolg verbuchen ...
Kaum ein Studienanfänger kommt gerne erst mitten im Semester an einer Universität an - ohne Freunde, Wohnung und einen blassen Schimmer, wie man sich zurechtfinden soll. In diesem Semester muss das aber ca. 18.000 Studenten so ergangen sein, denn so viele Studienplätze blieben dank Einschreibechaos bis spät im Semester unbesetzt. Nicht auszurechnen, wie diese Zahl wohl ohne die Studienplatzbörse ausgesehen hätte.
Im Jahr 2004 wurde den deutschen Hochschulen mit der Möglichkeit der Direktbewerbungen mehr Eigenverantwortung bei der Auswahl ihrer Studenten eingeräumt. Die griffen aber größtenteils genau wie die ZVS auf einen Numerus Clausus zurück.
Schlimm genug, dass angehende Studenten wegen lästigen NCs in beliebten Studiengängen zahlreiche Bewerbungen abschicken müssen, um überhaupt irgendwo angenommen zu werden. Wenn die dann aber trotzdem dank Nachrückverfahren teilweise wochenlang auf gutes Wetter warten müssen, ist das schlichtweg unfair. Niemand kann den Studenten (mit Einser-Abitur) aber vorwerfen, dass sie ihre endgültige Studienplatzwahl lange abwägen und durch Doppeleinschreibungen eigentlich freie Studienplätze lange besetzen. Ganz nach dem Motto: "Wenn ich schon bezahle, darf ich auch selbst entscheiden, wo ich studiere." Andere bleiben dann eben lange auf der Strecke.
Das kann bis zu acht Nachrückverfahren nach sich ziehen - irgendwas im System muss also fürchterlich schlecht funktionieren. Sicherlich würde auch eine zentrale Vergabe für jeden Studiengang jämmerlich scheitern, deshalb versprechen Bund und Länder ab Herbst 2011 ein computergesteuertes Verfahren, das Abhilfe schaffen soll.
Es ist fragwürdig, ob ein sagenumwobenes Computerverfahren dem Chaos ein Ende bereiten kann. Aber es scheint wohl dank des begrenzten Einfallsreichtums der Hochschulen vorerst die einzige Lösung zu sein.


