Heute mal ´was völlig anderes. Ich muss es Ihnen berichten: Einer unserer Restaurantbetriebe hat heute einen Qualitätscheck von unabhängigen Prüfern bekommen. Ergebnis: 25 von 100 möglichen Punkten erreicht. Im Klartext heißt das: ein katastrophales Ergebnis. Die meisten Punkte verlor das Team im Bereich Gastfreundlichkeit. Gäste haben also zu dem Zeitpunkt eine sehr schlechte Erfahrung gemacht.
Nicht nur der Prüfer, sondern diverse andere Gäste auch. Das ist besonders niederschmetternd, da wir Führungskräfte – Personalentwickler, Trainer, Coaches – gerade in diesen Betrieb in den vergangenen Monaten viele Maßnahmen, Mühen, Entwicklungsarbeit investiert haben, Herzblut dazu. Es ist beinahe so, als ob wir uns auf die Fußball-Europameisterschaft vorbereitet hätten und nun im ersten Spiel 7:0 verloren hätten. Wir sind wohl erst auf dem Weg und noch ein weites Stück vom Ziel entfernt. Welche Konsequenzen soll das haben? mehr...
Gestern hatte ich einen absoluten Routinetag im Büro. Um 09:00 Uhr war ein Meeting, ab 11:00 Uhr hab ich die Monatszahlen abgeglichen und anschließend haben wir die Gehaltszahlungen überprüft und freigegeben. Am frühen Nachmittag habe ich zunächst an unserem neuen PE-Konzept weitergearbeitet und gegen 17:00 Uhr dann meine Post gesichtet.
Ich öffnete einen ganz normalen C-6-Umschlag. Inhalt war ein DIN-A-4 Schreiben und zwei miteinander verbundene goldene Ringe. In diesem Moment gingen mir viele Gedanken, meist männliche, durch den Kopf. Thomas, Rainer oder vielleicht Carsten?? Es dauerte sicherlich nur Millisekunden, bis dass ich den Brief las, aber schön war das Gedankenspiel dann doch. mehr...
Heute Morgen las ich einen sehr interessanten Artikel in einer Zeitschrift, nein nicht die Gala oder Bunte, eine richtige Zeitschrift. Hier wurde ausgeführt, dass das Beratungsunternehmen Robert Half & Associates in Zusammenarbeit mit der US-Uni Syracuse Mitte der Neunzigerjahre eine britisch-amerikanische Untersuchung durchgeführt hat, bei der 1300 Personalchefs der größten Unternehmen beider Länder befragt wurden.
93 Prozent der britischen und 96 Prozent der amerikanischen Human-Resources-Profis sind überzeugt, dass attraktive Stellenbewerber eher den Zuschlag erhalten und leichter auf die berufliche Überholspur wechseln. O.K., Susanne, unsere Assistentin des Vorstandes, hat durchaus Model-Qualitäten, insofern stimmt die Untersuchung. mehr...
Natürlich weiß ich, dass Führung ein begründeter Versuch ist, steuernd und richtungsweisend auf das eigene und das fremde Handeln so einzuwirken, dass man die Ziele verwirklicht. Die Frage die wir heute mit vier Personalentwicklern ernsthaft diskutiert haben war: „Kann man Führung wirklich lernen?“ Wir können unserem Führungsnachwuchs die Führungsinstrumente, die Führungstechniken beibringen und Führung im Unternehmen erlebbar machen. Aber ist Führung selbst tatsächlich erlernbar? Entscheiden letztendlich nicht die Eigenschaft einer Persönlichkeit darüber, ob sie tatsächlich als wirkliche Führungskraft angesehen und auch anerkannt wird? mehr...
Bis heute habe ich gedacht, Mobbing ist ein Trendthema für die Medien. Hier lag ich wohl falsch, und das so richtig! Ein junger Trainee von uns hat seit sechs Monaten die Leitung in unserem Restaurant in Stuttgart. Er wurde zunächst von seinen Kollegen sehr freundlich aufgenommen.
Sein Engagement ging weit über den normalen täglichen Arbeitseinsatz hinaus, und mit Überstunden und teilweisem Verzicht auf Freizeit machte er das Restaurant zu unserem Vorzeige-Store. Vordergründig erhält er in den Gesprächen mit seinen unmittelbaren Kollegen offiziell Zustimmung, jedoch hinter seinem Rücken keimt pure Ablehnung seiner Person auf. Es macht sich anscheinend Neid, Neid und nochmals Neid im Restaurant breit. mehr...
Es ist einfach nicht zu glauben. Nachdem unsere Bildungspolitiker den europäischen Bildungsraum beschlossen und die Hochschulen die Bachelor- und Master-Studiengänge eingeführt haben, erhalten wir zunehmend Bewerbungen mit dem Abschluss „Bachelor bzw. Master of..“ Ganz nett war heute, als mich meine ältere Kollegin doch tatsächlich fragte, wie denn die weibliche Form vom Bachelor heißt. „Bachelorette“, antwortete ich wie aus der Pistole geschossen. O.K., über die weibliche Form vom „Master“ müsste ich etwas länger nachdenken. mehr...
"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Heute habe ich wieder einen Artikel über Hochschulrankings gelesen. Natürlich interessiert mich das, und solche Rankings haben sicherlich auch ihre Berechtigung. Die Ausstattung einer Hochschule, die Betreuungsquote (Professor zu Studierenden) und der Ruf sind sicherlich ganz wichtig. Die Frage ist nur: „Wichtig für wen?“ Für die künftigen und aktuellen Studierenden, die Personaler der Unternehmen oder für die Hochschulen? mehr...
Vor vier Wochen hatten wir die Stelle eines Teamleiters in einer unserer Restaurants in Süddeutschland ausgeschrieben. Gestern fand das Vertragsgespräch mit unserem bevorzugten Kandidaten statt.
Etwas erstaunt war ich dann doch, als wir zur Frage der Entlohnung kamen. Der Kandidat war sichtlich verwundert, dass wir ihm bereits einen Betrag in den Vertragsentwurf geschrieben hatten. Er führte aus, dass er darüber doch sehr verwundert sei, da im Internet und in der Bewerbungsliteratur oft Informationen zur Gehaltsverhandlung bereitgestellt würden und er davon ausgegangen sei, dass wir heute auch wirklich „verhandeln“. Er errechnete sogar vorher das richtige Gehalt. mehr...


