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Archiv für die Kategorie „Katrins Entwicklung“







So, da bin ich mal wieder. Aber wirklich besser geht es mir leider immer noch nicht. Geschockt von den vergangenen Erlebnissen und der fehlenden Feedbacks auf meine Bewerbungen, scheint sich die Stellensuche schwieriger zu gestalten als gedacht. So langsam zweifel' ich an den Worten meines ehemaligen Professors, dass Absolventen der Betriebswirtschaftslehre auf dem Stellenmarkt gefragte Arbeitskräfte sind. Wäre schon gut, wenn es bald mit einem Job klappen würde, denn mein Bankkonto versinkt langsam immer tiefer in den roten Bereich.

Bis jetzt habe ich nur Absagen erhalten und ich frage mich, was ich machen soll, wenn ich gar keine Stelle finden werde. Dann waren all die Jahre meines Studiums umsonst und ich wäre wohl doch besser in meinem gelernten Beruf geblieben. Dort hätte ich dann schon seit vielen Jahren arbeiten können und dabei ein attraktives Gehalt bezogen. Was soll´s, ich gehe jetzt meine Freundin besuchen um auf andere Gedanken zu kommen. Ich darf nicht alles so negativ sehen, nur weil mein erstes Vorstellungsgespräch so dermaßen in die Hose gegangen ist. Beim nächsten mal wird es bestimmt besser laufen.
Eure Katrin







Endlich, diese Woche hatte ich die beiden Vorstellungsgespräche.
Fangen wir mal beim ersten Gespräch an, welches im übrigen ein totaler Flop war. Richtig, es war das Gespräch bei der Zeitarbeitsfirma. Was ich bisher in den Medien über diese Branche mitbekommen habe, kann ich durch dieses Gespräch ganz und gar bestätigen. Mein primäres Gefühl war, dass es bei diesem Gespräch nur darum ging, mein Profil zu erfassen. Der s. g. „Personalberater“ hatte sich noch nicht einmal die Zeit genommen, meinen Lebenslauf zu sichten. Er wusste rein gar nichts über meine Qualifikationen und meinen beruflichen Werdegang.

In diesem Gespräch ging es auch gar nicht um die Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Des Weiteren war er nicht in der Lage, mir einen Einsatzort oder einen Arbeitsbeginn zu nennen. Er sagte nur, dass ich telefonisch benachrichtigt werde, wenn es soweit ist. Wann das aber genau ist, konnte er mir nicht sagen. Abschließend sollte ich noch etwas unterschreiben, eine Einwilligung in fragwürdigen Punkten, die ich hier gar nicht näher erläutern möchte. Was für ein „Pausenclown“, dachte ich mir, verweigerte die Unterschrift und zog von dannen. Kein Wunder, dass diese Branche so negativ wahrgenommen wird. Seriosität? Fehlanzeige!

Dafür verlief das zweite Gespräch in meinem Wunschunternehmen umso besser. Ich wurde freundlich empfangen und auch der Geschäftsführer, den ich ja bereits kannte, war wie immer sehr sympathisch. Nach einem kurzem „Smalltalk“ unterhielten wir uns dann über die offene Stelle und meine Gehaltsvorstellung. Im Prinzip musste ich gar keine Überzeugungsarbeit leisten, da ich schon im besagten Bereich mein Praxissemester durchgeführt hatte. Der Geschäftsführer prüfte mein Diplomzeugnis und teilte mir mit, dass er sich schon bei den Kollegen in der Abteilung über mich erkundigt hatte.

Mir würde ein ausnahmslos positives Feedback an den Fersen haften, sagte er mir, und vor kurzem ist genau in dieser Abteilung ein Arbeitsplatz frei geworden. Prima, dachte ich mir! Nach dem rund 90-minütigen Gespräch versprach mir der Geschäftsführer, mich direkt Anfang nächste Woche anzurufen, um mir seine Entscheidung mitzuteilen. Für mich hörte sich das aber so an, als hätte er sich schon entschieden. Ob diese Entscheidung positiv für mich sein wird oder nicht, sehen wir schon bald. Ich jedenfalls habe ein gutes Gefühl. Also drückt mir die Daumen …
Eure Katrin







Auf die grenzenlose Freude folgte die eingrenzbare Ernüchterung. Das Vorstellungsgespräch in einem mittelständischen Unternehmen ist leider nicht so gut gelaufen. Schon als ich in dem Unternehmen angekommen bin und mich am Empfang gemeldet hatte, überkam mich ein ungutes Gefühl.

Vielleicht war die extrem blond eingefärbte Empfangsdame daran schuld. Irgendwie sah die aus, als wäre sie auf der Sonnenbank im Solarium eingeschlafen und anschließend in ihren Schminkkoffer gefallen. Naja, Seriosität hin oder her, diese Frau war unfreundlich und mir total unsympathisch und ich fragte mich, welche Art von Mitarbeitern hier gesucht wird ... . Als ich dann zur Personalchefin geführt wurde und ihr die Hand gereicht habe, wusste ich sofort, hier möchte ich nicht arbeiten.

Sowas von oberflächlich und arrogant, dass habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Dann sagte sie mir auch noch, dass die Stelle eigentlich schon intern besetzt wurde. Ich fragte höflich nach, warum ich dann eigentlich eingeladen wurde und sie erzählte mir irgendetwas von einer Statistik und dass die offenen Stellen grundsätzlich auch extern ausgeschrieben werden müssen. Ich war schockiert, packte meine Sachen und verließ sofort dieses Unternehmen. Was für ein Reinfall! Ich war so wütend und enttäuscht, denn das wäre die perfekte Stelle gewesen.

Bereich "Controlling", unbefristet und in unmittelbarer Nähe. Aber ob ich in dieser Unternehmensphilosophie glücklich geworden wäre, wage ich zu bezweifeln. Diesen Zirkusverein muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Es kann eigentlich nur noch besser werden.
Eure Katrin







Genauso mies wie das Wetter zurzeit ist, fühle ich mich auch irgendwie. Für mich ist es nun mal problematisch, wenn ein so zäher Informationsfluss hinsichtlich meiner Bewerbungen herrscht. Es gibt nichts schlimmeres, als eine ungewisse berufliche Zukunft. Eben habe ich gesehen, dass der Postzusteller einiges an Sendungen in seiner Hand hatte, als er zu unserem Briefkasten gegangen ist. Ich bin mal gespannt, ob heute vielleicht etwas gescheites dabei ist.

Seit meinen ersten Bewerbungen ist ja schon einige Zeit vergangen, und irgendwann muss doch auch mal eine Reaktion seitens der Unternehmen erfolgen. Neben Werbung, angeblichen Gewinnen dubioser Veranstalter, sehe ich zwei größere Umschläge und einen weiteren Brief. Ein Blick in die großen Umschläge bestätigt meinen ersten Verdacht: „Sehr geehrte Frau…“, „…leider konnten wir Ihre Bewerbung nicht weiter berücksichtigen…“ Typische Absagen, ihr kennt das ja, Standardtexte perfekt in Szene gesetzt.

Ok, wenn Unternehmen schon vorgefertigte Textbausteine per „Copy & Paste“ einsetzten, dann würde ich wenigstens mal die persönliche Anrede richtig verfassen, denn mein Nachnahme ist dass mit Sicherheit nicht, der dort steht. Aber ich habe ja noch einen anderen Brief erhalten. Klasse, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ein gutes Zeichen, und dann auch noch in meiner bevorzugten Region. Bedeutet für mich konkret: „Shoppen!“ Ich kann ja schließlich nicht in meinen verwaschenen Jeans dort auftauchen. Schließlich möchte ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wenn möglich einen positiven. Obwohl ich mich sehr über diese Nachricht freue, spüre ich schon meine steigende Nervosität. Beim nächsten mal Berichte ich, wie es gelaufen ist.
Bis dahin, Katrin







Wirklich super! Das Daumendrücken hat geholfen. Am Dienstagmorgen erhielt ich einen Anruf von dem Geschäftsführer, bei dem ich letzte Woche mein positives Vorstellungsgespräch hatte. Er gratulierte mir und teilte mir mit, dass ich die Stelle bekommen werde. Ich war in diesem Moment echt sprachlos und musste erst mal kräftig schlucken. Meine Sprachlosigkeit verflog aber ziemlich schnell und ich bedankte ich ganz herzlich bei meinem zukünftigen „Chef“ und versprach eine gute Zusammenarbeit. Er teilte mir noch kurz mein Gehalt (dieses entsprach genau meinen Vorstellungen) und die 3-monatige Probezeit mit.

Außerdem werde ich unbefristet eingestellt, und wir vereinbarten noch kurz einen Termin für die Vertragsunterzeichnung. Danach beendeten wir dieses sehr angenehme Telefonat. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich jetzt bin. Ich bin rundum zufrieden und mein Studium scheint sich nun doch noch ausgezahlt zu haben. Schon nächsten Monat soll es los gehen. Nach den ganzen Tiefschlägen und Absagen hat es endlich geklappt und das will auch ordentlich gefeiert werden. Und wenn Studenten (und die, die es mal waren) etwas können, dann ist es feiern!

Ich wünsche allen, die auf der Suche nach einem Job sind, alles Gute und viel Erfolg. Wichtig ist, immer positiv zu denken und auch wenn die Lage noch so aussichtlos erscheint, selbst zum Schluss kann sich noch alles zum Positiven hin wenden.
Macht´s gut, Eure Katrin







Na wunderbar, diese Woche habe ich zwar wieder einige Absagen erhalten, dafür aber auch zwei Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Darüber freue mich natürlich sehr, vor allem nach den Pleiten in den vergangen Tagen. Ich hoffe, dass ich dieses mal einen Schritt weiter komme; viele Alternativen habe ich nämlich nicht mehr. Die Möglichkeiten an regionalen Unternehmen mit passenden Stellenangeboten erschöpfen sich so langsam, und die meisten Bewerbungen verlaufen sich ins Leere. Langsam mache ich mir auch darüber Gedanken, mich wohl oder übel überregional zu bewerben.

Aber wie gesagt, zwei Vorstellungsgespräche habe ich als Option noch offen. Beide Gespräche finden nächste Woche statt, dummerweise am gleichen Tag und dann auch noch so kurzfristig. Ein Gespräch findet in einem meiner „Wunschunternehmen“ statt, einem mittelständischen Industriebetrieb mit einer vakanten Stelle im Einkauf, idealerweise direkt um die Ecke. Hinsichtlich dieser Stelle verfüge ich sogar schon etwas an Berufserfahrung. Zum einem habe ich dort mein „Praxissemester“ absolviert, zum anderem habe ich eine Berufsausbildung in diesem Bereich schon hinter mich gebracht. Wie gesagt, diesen Betrieb kenne ich bereits und die Geschäftsleitung schien sehr zufrieden mit mir gewesen zu sein. Dennoch stehe ich auch hier im direkten Wettbewerb mit weiteren Bewerbern.

Naja, die andere Einladung habe ich von einer Zeitarbeitsfirma erhalten. Meine Erwartungen an diese Bewerbungen liegen ungefähr in Höhe meiner Socken. Immerhin unterliege ich hier der Weisungsbefugnis der Zeitarbeitsfirma, was soviel heißt, dass ich überall (geografisch als auch beruflich) eingesetzt werden kann. Und mal ehrlich, mit guten Nachrichten machen solche Unternehmen ja nicht gerade auf sich aufmerksam. Hinzu kommt dann auch noch die schlechte Bezahlung; das wären wirklich keine guten Zukunftsperspektiven.
Eure Katrin







Also, in den Tageszeitungen konnte ich bis jetzt keine passenden Angebote finden. Der Mangel an interessanten Stellen zieht mich ein wenig runter und ich frage mich, ob das nicht eine längere Durststrecke werden könnte, zumal ich ja auch ortsgebunden bin und den wunderschönen Westerwald nicht verlassen möchte. Deswegen verschicke ich Initiativbewerbungen an die hiesigen Unternehmen. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ein Professor von mir hat mal gesagt, dass diplomierte Fachkräfte es nicht schwer haben werden, eine Stelle zu finden. Er muss es ja wissen, schließlich kommt er aus der Praxis. Doch was heißt hier „Fachkräfte“. Bin ich mit meinem Diplom eine Fachkraft, oder sind die „alten“ Hasen gemeint, also jene Kräfte, die eine mehrjährige Berufserfahrung vorweisen können?

Ok, noch bin ich recht optimistisch und warte erst mal ab, was meine Bewerbungen an Resonanz bringen. Meine Hündin hat es da schon viel besser; bekommt jeden Tag pünktlich ihr „Fressen“ und wird mehrmals täglich von mir „ausgeführt“. Sie fragt sich mit Sicherheit nicht, wer ihr Futter bezahlt, während sie dösend in der Sonne liegt. Gäbe es nicht diese blöden Studiengebühren, würde ich jetzt glatt noch meinen Master machen, aber im Moment ist mir das zu kostspielig. Ich glaube, bei diesem „Überraschungsei“ der Beschneidung von Bildung (Studiengebühren), haben die Verantwortlichen nicht an Chancengleichheit oder an die Menschen gedacht, die kein Geld haben. Warten wir also auf die Dinge, die da auf mich zukommen werden (oder auch nicht).

Bis demnächst, Katrin








So Leute, gut gestärkt (aber etwas träge) von dem sehr guten Kuchen und motiviert bis in die Haarspitzen, sitze ich nun am Schreibtisch und versuche ein Bewerbungsschreiben sowie einen aktuellen Lebenslauf zu erstellen. Ich habe zurzeit echt Probleme ein anständiges Schreiben aufzusetzen, welches die Firmen noch nicht aus dem FF kennen. Zudem ereilt mich das Schicksal der geistigen Verdammnis, denn ich habe null Ahnung wie eine gute Bewerbung überhaupt aussehen muss. Immerhin liegt meine letzte Bewerbung schon Jahre zurück.

Aber vielleicht kann mir das Internet bei meinem Problem behilflich sein und ich "crawle" im weltumspannenden Wissenspool nach geeigneten Informationen. Die Schwierigkeit hierbei ist, Informationen zu filtern, die wirklich interessant sind. Schließlich wird im Internet auch allerhand an geistigem Müll abgelegt. Je mehr Gedanken ich mir Über meine Stellensuche mache, desto schwieriger ist es vorstellbar, dass mein Studium jetzt beendet ist. Wie oft habe ich die Klausurphasen verflucht! Dieser ganze Stress und die wiederkehrenden Zweifel über das Bestehen oder Nichtbestehen der Klausuren. Jetzt wünschte ich mir, ich könnte nochmals anfangen.

Ach ja, dass waren noch Zeiten. Irgendwie schweife ich schon wieder vom Wesentlichen ab. Auf jeden Fall habe ich einige gute Vorlagen gefunden und diese werde ich auch mal direkt in meine Bewerbungsschreiben einarbeiten, aber gleichzeitig darauf achten, dass ich dem Ganzen meine eigene Note verpasse. Mein Lebenslauf ist auch schon fertig geschrieben und ich habe in den Jobbörsen einige interessante Stellenanzeigen gesichtet.

Jetzt brauche ich ja nur noch meine Anschreiben auf die Stellenanzeigen abzustimmen und dann ab zur Post damit. Vielleicht bin ich ja etwas altmodisch, dennoch bevorzuge ich die Papierform bei meinen Bewerbungen. Ich finde, dass macht einen besseren Eindruck. Ob meine Bemühungen fruchten, erzähle ich Euch dann beim nächsten mal.
Eure Katrin

































Schön genug?
Kennen Sie Mr. Harding? Mr. Harding war ein schöner ...













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