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Archiv für die Kategorie „Im Fokus“







Gestern kam Jürgen, ein hochbegabter und engagierter junger Fachmann Anfang 30 im Bereich Development – Entwicklung neuer Standorte -, den wir sehr schätzen für seine exzellente Arbeit, mit einem besonderen Anliegen zu mir ins Personalbüro. Das Gespräch hat mich sehr betroffen gemacht und geht mir nicht aus dem Kopf. Er möchte Pflegezeit in Anspruch nehmen. Seine Frau ist vor einem Jahr an einer besonders schweren Form von Krebs erkrankt, in den vergangenen Monaten gab es mehrere Operationen, Chemos und Strahlentherapien.

Die Beiden durchlebten eine schwere Zeit, Hoffnungen und Niederlagen wechselten sich ab. Der Zustand seiner Frau hat sich im letzten Monat stark verschlechtert und die Ärzte geben ihr eine sehr negative Prognose. Jürgen hat sich entschieden, die verbleibende Zeit mit seiner Frau zu verbringen, möglichst zu Hause und nicht im Krankenhaus. Er möchte sie pflegen und unterstützen. Er hat um einige Monate "Auszeit" von seiner Arbeit gebeten. Als größeres Unternehmen möchten und werden wir ihm diesen Pflegezeitanspruch auch gewähren. Maximal sechs Monate sind möglich.

Nun die Herausforderung für mich als Personaler: Wie kann ich innerhalb von zwei Wochen einen Ersatz finden, der zumindest die Routinearbeit von Jürgen für einige Monate übernehmen kann? Welche Kollegen aus dem Umfeld können einzelne Aufgaben vorübergehend mit übernehmen? Kann Jürgen selbst am Anfang zumindest für eine Stunde am Tag telefonisch mit Rat zur Verfügung stehen? Viele Herausforderungen, aber das ist nichts im Vergleich dazu, was Jürgen momentan durchmacht. Verantwortliche Personalarbeit findet zwar im Unternehmen, aber immer rundum den Menschen statt und hört nicht an der Ausgangstür auf!







Wirklich super! Das Daumendrücken hat geholfen. Am Dienstagmorgen erhielt ich einen Anruf von dem Geschäftsführer, bei dem ich letzte Woche mein positives Vorstellungsgespräch hatte. Er gratulierte mir und teilte mir mit, dass ich die Stelle bekommen werde. Ich war in diesem Moment echt sprachlos und musste erst mal kräftig schlucken. Meine Sprachlosigkeit verflog aber ziemlich schnell und ich bedankte ich ganz herzlich bei meinem zukünftigen „Chef“ und versprach eine gute Zusammenarbeit. Er teilte mir noch kurz mein Gehalt (dieses entsprach genau meinen Vorstellungen) und die 3-monatige Probezeit mit.

Außerdem werde ich unbefristet eingestellt, und wir vereinbarten noch kurz einen Termin für die Vertragsunterzeichnung. Danach beendeten wir dieses sehr angenehme Telefonat. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich jetzt bin. Ich bin rundum zufrieden und mein Studium scheint sich nun doch noch ausgezahlt zu haben. Schon nächsten Monat soll es los gehen. Nach den ganzen Tiefschlägen und Absagen hat es endlich geklappt und das will auch ordentlich gefeiert werden. Und wenn Studenten (und die, die es mal waren) etwas können, dann ist es feiern!

Ich wünsche allen, die auf der Suche nach einem Job sind, alles Gute und viel Erfolg. Wichtig ist, immer positiv zu denken und auch wenn die Lage noch so aussichtlos erscheint, selbst zum Schluss kann sich noch alles zum Positiven hin wenden.
Macht´s gut, Eure Katrin







Na wunderbar, diese Woche habe ich zwar wieder einige Absagen erhalten, dafür aber auch zwei Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Darüber freue mich natürlich sehr, vor allem nach den Pleiten in den vergangen Tagen. Ich hoffe, dass ich dieses mal einen Schritt weiter komme; viele Alternativen habe ich nämlich nicht mehr. Die Möglichkeiten an regionalen Unternehmen mit passenden Stellenangeboten erschöpfen sich so langsam, und die meisten Bewerbungen verlaufen sich ins Leere. Langsam mache ich mir auch darüber Gedanken, mich wohl oder übel überregional zu bewerben.

Aber wie gesagt, zwei Vorstellungsgespräche habe ich als Option noch offen. Beide Gespräche finden nächste Woche statt, dummerweise am gleichen Tag und dann auch noch so kurzfristig. Ein Gespräch findet in einem meiner „Wunschunternehmen“ statt, einem mittelständischen Industriebetrieb mit einer vakanten Stelle im Einkauf, idealerweise direkt um die Ecke. Hinsichtlich dieser Stelle verfüge ich sogar schon etwas an Berufserfahrung. Zum einem habe ich dort mein „Praxissemester“ absolviert, zum anderem habe ich eine Berufsausbildung in diesem Bereich schon hinter mich gebracht. Wie gesagt, diesen Betrieb kenne ich bereits und die Geschäftsleitung schien sehr zufrieden mit mir gewesen zu sein. Dennoch stehe ich auch hier im direkten Wettbewerb mit weiteren Bewerbern.

Naja, die andere Einladung habe ich von einer Zeitarbeitsfirma erhalten. Meine Erwartungen an diese Bewerbungen liegen ungefähr in Höhe meiner Socken. Immerhin unterliege ich hier der Weisungsbefugnis der Zeitarbeitsfirma, was soviel heißt, dass ich überall (geografisch als auch beruflich) eingesetzt werden kann. Und mal ehrlich, mit guten Nachrichten machen solche Unternehmen ja nicht gerade auf sich aufmerksam. Hinzu kommt dann auch noch die schlechte Bezahlung; das wären wirklich keine guten Zukunftsperspektiven.
Eure Katrin







Also, in den Tageszeitungen konnte ich bis jetzt keine passenden Angebote finden. Der Mangel an interessanten Stellen zieht mich ein wenig runter und ich frage mich, ob das nicht eine längere Durststrecke werden könnte, zumal ich ja auch ortsgebunden bin und den wunderschönen Westerwald nicht verlassen möchte. Deswegen verschicke ich Initiativbewerbungen an die hiesigen Unternehmen. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ein Professor von mir hat mal gesagt, dass diplomierte Fachkräfte es nicht schwer haben werden, eine Stelle zu finden. Er muss es ja wissen, schließlich kommt er aus der Praxis. Doch was heißt hier „Fachkräfte“. Bin ich mit meinem Diplom eine Fachkraft, oder sind die „alten“ Hasen gemeint, also jene Kräfte, die eine mehrjährige Berufserfahrung vorweisen können?

Ok, noch bin ich recht optimistisch und warte erst mal ab, was meine Bewerbungen an Resonanz bringen. Meine Hündin hat es da schon viel besser; bekommt jeden Tag pünktlich ihr „Fressen“ und wird mehrmals täglich von mir „ausgeführt“. Sie fragt sich mit Sicherheit nicht, wer ihr Futter bezahlt, während sie dösend in der Sonne liegt. Gäbe es nicht diese blöden Studiengebühren, würde ich jetzt glatt noch meinen Master machen, aber im Moment ist mir das zu kostspielig. Ich glaube, bei diesem „Überraschungsei“ der Beschneidung von Bildung (Studiengebühren), haben die Verantwortlichen nicht an Chancengleichheit oder an die Menschen gedacht, die kein Geld haben. Warten wir also auf die Dinge, die da auf mich zukommen werden (oder auch nicht).

Bis demnächst, Katrin








Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, einem systematisch aufgebauten Konzept, das bereits einige Jahre erfolgreich läuft, wollen wir weitere Neuerungen einführen, um den Mitarbeitern Anreize für positives Gesundheitsverhalten zu bieten.

Drei Handlungsbereiche erweitern wir signifikant: Das Thema "Sport und Bewegung" wird um zahlreiche Angebote ausgebaut. Neu hinzu kommt das Thema "Entspannung" mit Yoga, autogenem Training und progressiver Muskelentspannung. Im Bereich "Gesundheits- und Ernährungsberatung" können die Mitarbeiter eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, das Angebot der Lebensberatung will den, wichtigen Themenkreis der psychosomatischen Krankheiten angehen. Außerdem nehmen wir ein Programm für Raucher-Entwöhnung dazu.

Als Personaler bin ich natürlich total interessiert, wie sich das Aktionspaket auf die Steigerung der Motivation, Veränderung der Leistungsbereitschaft und auf die Fehlzeitenquote auswirkt. Aber auch Lebens- und Arbeitsqualität können wir bereichern: Bewusstsein schaffen für eine erfolgreiche Work-Life-Balance. Ich denke, ein erstes Resümee werden wir in einem halben Jahr ziehen können. Es bleibt spannend bis dahin!








Wir sind gerade dabei, ein neues Konzept zu erarbeiten. Einige Gedanken dazu:
Bei Mitarbeitern, die unser Unternehmen verlassen, um in den Ruhestand zu gehen, liegen von heute auf morgen große Potenziale brach. Manche Rentner sind noch leistungsfähig und leistungswillig und verfügen über lange Berufserfahrung und sehr spezielle Fachkenntnisse, die durch ihren Weggang verloren gehen würden. Sie haben Zeit, sind flexibel, können helfen und unterstützen, besitzen ein gutes Urteilsvermögen und können Entscheidungshilfen bieten.

Sie haben keine Karriereambitionen mehr. Die Entlohnung der nachberuflichen Aufgabe ist ihnen weniger wichtig als das Ziel, eine wertgeschätzte Aufgabe für andere Menschen zu erfüllen. Die perfekten Berater also für unerfahrene Jungmanager im Unternehmen.

Also: die alte graue Eminenz wird bei uns noch gebraucht und gehört längst nicht zum alten Eisen. Die bisher befragten Führungskräfte sind begeistert von unserer neuen Konzeptidee. Wir arbeiten weiter dran!








Ab dem kommenden Jahr schaffen wir für ausgewählte Nachwuchsführungskräfte in allen europäischen Ländern in unserem Unternehmen die Möglichkeit, an der Open University ein Fernstudium mit Masterabschluss zu absolvieren. Die Open University ist die größte staatliche Fernuni in Europa und spielt am Bildungsmarkt ganz vorn mit. Die Management-Ausbildung der Business-School verfügt über drei renommierte internationale MBA-Akkreditierungs-Gütesiegel der Association of MBAs, der European Foundation für Management Development und der Association to Advance Collegiate Schools of Business.

Kaum ein Prozent aller Hochschule haben weltweit diese Dreifachakkreditierung. Die Nachwuchsführungskräfte können wählen zwischen Business Management Studies, Human Resources, Accounting and Finance, Global Development Management und Technology Management. Weiterer Vorteil: Die Studierenden lernen in Englisch, unserer Unternehmenssprache weltweit. Es haben sich bereits 7 Nachwuchsführungskräfte um einen Platz im Programm beworben. Studium bezahlt vom Arbeitgeber, vereinbart mit einem strammen karriereorientierten Job im Unternehmen, das ist doch ein echter Anreiz!








So Leute, gut gestärkt (aber etwas träge) von dem sehr guten Kuchen und motiviert bis in die Haarspitzen, sitze ich nun am Schreibtisch und versuche ein Bewerbungsschreiben sowie einen aktuellen Lebenslauf zu erstellen. Ich habe zurzeit echt Probleme ein anständiges Schreiben aufzusetzen, welches die Firmen noch nicht aus dem FF kennen. Zudem ereilt mich das Schicksal der geistigen Verdammnis, denn ich habe null Ahnung wie eine gute Bewerbung überhaupt aussehen muss. Immerhin liegt meine letzte Bewerbung schon Jahre zurück.

Aber vielleicht kann mir das Internet bei meinem Problem behilflich sein und ich "crawle" im weltumspannenden Wissenspool nach geeigneten Informationen. Die Schwierigkeit hierbei ist, Informationen zu filtern, die wirklich interessant sind. Schließlich wird im Internet auch allerhand an geistigem Müll abgelegt. Je mehr Gedanken ich mir Über meine Stellensuche mache, desto schwieriger ist es vorstellbar, dass mein Studium jetzt beendet ist. Wie oft habe ich die Klausurphasen verflucht! Dieser ganze Stress und die wiederkehrenden Zweifel über das Bestehen oder Nichtbestehen der Klausuren. Jetzt wünschte ich mir, ich könnte nochmals anfangen.

Ach ja, dass waren noch Zeiten. Irgendwie schweife ich schon wieder vom Wesentlichen ab. Auf jeden Fall habe ich einige gute Vorlagen gefunden und diese werde ich auch mal direkt in meine Bewerbungsschreiben einarbeiten, aber gleichzeitig darauf achten, dass ich dem Ganzen meine eigene Note verpasse. Mein Lebenslauf ist auch schon fertig geschrieben und ich habe in den Jobbörsen einige interessante Stellenanzeigen gesichtet.

Jetzt brauche ich ja nur noch meine Anschreiben auf die Stellenanzeigen abzustimmen und dann ab zur Post damit. Vielleicht bin ich ja etwas altmodisch, dennoch bevorzuge ich die Papierform bei meinen Bewerbungen. Ich finde, dass macht einen besseren Eindruck. Ob meine Bemühungen fruchten, erzähle ich Euch dann beim nächsten mal.
Eure Katrin

































Hühner und VIP?
Seit dem Serien Kracher „Bauer sucht Frau“ wissen ...













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