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Archiv für die Kategorie „Im Fokus“







Jeden Herbst bieten wir für unsere Vertriebsleute, die manchmal im Dienst 100.000 oder mehr Kilometer pro Jahr fahren, ein Fahrsicherheitstraining im Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring an. Die Vertriebsleute, meist Männer, lieben dieses Training. Jeder, der schon mal dabei war, sagt, dass ihm die Praxiserfahrungen schon in manch brenzliger Situation bei Regen, Schnee, Eis oder nasser Fahrbahn geholfen hat, schnell richtig zu reagieren und einen Unfall zu vermeiden.

Denn Autounfälle können unsere Mitarbeiter schwer verletzen und manchmal für viele Monate im wahrsten Sinne "aus dem Verkehr ziehen". Das kleine zweitägige Training, das sogar die Berufsgenossenschaft bezahlt, ist bestens investiert in unsere Mitarbeiter und hat außerdem für die Beteiligten einen riesigen Spaßfaktor. Die Wunschliste von interessierten Mitarbeitern im Personalbüro ist schon lang, bevor der nächste Termin überhaupt feststeht. Höhepunkt und Ende des Fahrsicherheitstrainings ist immer eine Fahrt über die legendäre Nordschleife des Nürburgrings.







Seit einem halben Jahr gibt es eine Zusammenarbeit mit einem Lerncoach. Die Azubis aller Ausbildungsberufe bei uns im Unternehmen dürfen – vom Betrieb finanziert und während der betrieblichen Arbeitszeit – eine Coaching-Stunde pro Woche buchen. Bei schlechten Berufsschulleistungen, Lernschwierigkeiten, Konzentrationsschwächen oder psychosomatischen Störungen hilft der Lerncoach. Der wöchentlich stattfindende Coachingprozess startet nach einem gemeinsamen Vorgespräch mit dem Azubi, dem Ausbildungsbetreuer und den Eltern.

Fazit nach sechs Monaten: die Azubis finden das Coaching völlig cool! Die Schulleistungen jedes beteiligten Azubis verbesserten sich um mindestens eine Note. Sie haben mit dem Coach ihren eigenen Lerntyp erarbeitet, passende Lerntechniken dazu vermittelt bekommen, die ihre individuellen Fähigkeiten fördern: ihre persönliche beste Art zu lernen kennen sie nun. Die Azubis entwickelten mehr Selbstbewusstsein und ein besseres Auftreten. Und stellten fest, dass in ihnen selbst alle Fähigkeiten "schlummern", die sie brauchen. Diese müssen nur "geweckt" werden. Jetzt fällt es ihnen viel leichter, Stoff zu erarbeiten.







Ist das nicht genial? Endlich halte ich mein Diplomzeugnis in meinen Händen. Die Bewertung ist doch besser ausgefallen, als ich zunächst dachte. Eine glatte zwei! Auch wenn es jetzt niemand sehen kann, ich freue mich total darüber. Das wird natürlich gebührend gefeiert, im Kreise meiner Familie mit viel Sekt und allem was noch dazu gehört. Was für ein Ereignis. Doch ich habe mir auch mal ein paar Gedanken gemacht, wie es mit mir weitergehen soll. Ich denke, ein Arbeitsplatz im Bereich Controlling wäre sehr interessant für mich, war ja schließlich auch ein Schwerpunktfach.

Na klasse, leider kenne ich in meiner Umgebung keine Firma, die in diesem Bereich etwas sucht. Vielleicht findet sich ja in unserer hiesigen Tageszeitung etwas, mal schauen. Ist ja schon interessant welche Berufe es so gibt, „Sales Manager“, „Technical Engineer“, „Junior Consultant Manager“ ... Hmmm, ohne Englisch sieht’s mit einem Job doch recht schwierig aus. Höchste Zeit, meine Kenntnisse mal wieder aufzufrischen, aber nicht mehr heute, denn morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Werde wohl mal ein bisschen googeln und Ausschau nach einem potentiellen Arbeitgeber halten. Habe irgendwie keine so rechte Lust Bewerbungen zu schreiben, es ist so herrliches Wetter. Ich glaube, ich werde mal meine Freundin besuchen, hab sie schon lange nicht mehr gesehen und morgen mache ich mich dann auf die Suche nach meinem neuen Arbeitsplatz.
Also bis dann
Eure Katrin







Mein Personalentwicklungsprojekt diese Woche: in drei unserer Fast Food Restaurants werden innerhalb des nächsten Jahres neue Manager benötigt. Zwei besonders erfolgreiche Restaurantmanager werden im Mutterkonzern weiterführende Positionen übernehmen, einer davon in Deutschland, einer wird für eine begrenzte Zeit im osteuropäischen Ausland einen sehr stark expandierenden Wachstumsmarkt mit seiner operativen Erfahrung begleiten. Der dritte Manager wird uns verlassen, um im elterlichen Hotellerieunternehmen als Geschäftsführer Verantwortung zu tragen.
Alle drei Betriebe, in Metropolen von Bayern und Baden-Württembergs gelegen, sind sehr gut geführt und umsatzstark. Und das muss auch so bleiben! Da sich aus den Betrieben selbst so kurzfristig keine potentiellen Nachfolger rekrutieren lassen, veranstalten wir unternehmensintern ein Assessment-Center, wo wir die besten Fachkräfte aus der 2. Reihe einladen, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Wir stellen fest, wo die jeweiligen stellvertretenden Manager zur Zeit in ihrem Leistungsstand stehen, um den Qualifizierungsbedarf zu ermitteln, damit sie Verantwortung in der 1. Reihe tragen können und vor allem genau festzulegen, wie viel Zeit sie dafür noch benötigen. Im Klartext: Wie weit weg oder wie nah dran sind sie mit ihren Fähigkeiten und Potenzialen an der Position, die wir neubesetzen wollen?
Wer also denkt, dass die Strapazen, sich der Personalauswahl zu stellen, nur für den ersten Job gelten, der irrt; aber gewaltig!! Wer heute es was werden will, muss immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen!







Die Einladung zum Assessment Center, die ich vor kurzem erhielt, habe ich wahrgenommen und ich muss sagen, es war echt klasse dort! Dieses AC wurde hinsichtlich einer Stelle im Key-Account-Bereich durchgeführt und hat mich richtig motiviert; momentan habe ich auch nur noch diesen einen Gedanken im Kopf: „Ich will unbedingt diesen Job!“ Ich denke, ich erlebe gerade dieses Gefühl, dass jeder Bewerber gerne nach einem AC-Tag haben möchte: Da will ich hin, genau das will ich machen. Schon am nächsten Tag wollen sich die Verantwortlichen bei mir melden. Und was soll ich sagen, dieses Unternehmen hält seine Zusagen und bietet mir sofort diesen Job an. Ich könnte schreien! Ich habe den Job!!! Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen. Nach den vielen Tiefschlägen in den vergangenen Wochen, habe ich einen Volltreffer gelandet.
Jetzt muss ich aber auch schon Schluss machen, denn in ca. zwei Wochen ist mein erster Arbeitstag. Die nächsten Tage wird es sehr stressig für mich. Ich muss ja schließlich noch den gesamten Umzug organisieren, also eine neue Wohnung finden und vor allem genug Leute aufscheuchen, die mir beim Umzug helfen. Voller Freude und Euphorie starte ich endlich in Richtung neuer Job.
Liebste Grüße, Eure Lena







Neue Woche neues Glück? Kann ich leider nicht behaupten. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, mich auch bei einer Zeitarbeitsfirma zu bewerben, die im Rahmen einer Jobvermittlung einen Kandidaten hinsichtlich einer offenen Stelle für einen Ihrer Kunden sucht. Zu Beginn der Woche erhielt ich dann auch einen Anruf zwecks Terminvereinbarung für ein Vorstellungsgespräch. Was dann folgte, war eher ernüchternd. Der dortige Personalberater hatte Mühe, mir in personalwirtschaftlichen Themen während des Gespräches zu folgen.

Als ich ihm dann auch noch von meinen Kenntnissen im EDV-Bereich erzählte, hatte ich so das Gefühl, dass er die Begriffe gar nicht verstanden hat. Und so kam es, dass ich im Laufe des Gesprächs ca. 80% der Zeit als aktiver Erzähler in Anspruch nahm. Der junge Mann war sichtlich überfordert, erzählte mir aber, dass im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung jemand gesucht wird. Ich winkte dankend ab, denn im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung müsste ich einen solchen Arbeitsvertrag hinsichtlich diverser Klauseln mit dem Rotstift dermaßen bearbeiten, dass kaum noch etwas zu erkennen gewesen wäre.

Naja, ich bedankte mich für das Gespräch und fuhr wieder nach Hause. Aber etwas Positives hatte das Gespräch; ich habe gesehen, wie viel ich während meines Studiums über den Personalbereich gelernt habe. Übrigens: Die Werkstatt hat den Fehler an meinem Fahrzeug gefunden und repariert. Als ich jedoch fröhlich vom Hof fahren wollte, hörte ich direkt wieder muntere Geräusche aus dem Motorraum. Es geht halt nichts über eine kompetente Fachwerkstatt. Immerhin war es strategisch klug mir das Auto erst am späten Nachmittag zu übergeben, denn zu dieser Zeit war kein Meister mehr in der Werkstatt.

Euer genervter Tom








Endlich hatte ich meinen Probearbeitstag, doch die Ernüchterung folgte umgehend, denn dieser „Probearbeitstag“ kam mir etwas merkwürdig vor. Im Prinzip führte ich nur ein weiteres Vorstellungsgespräch, welches aber fast einen ganzen Tag dauerte. Irgendwie umfasste das Gespräch auch nicht meinen zukünftigen Arbeitsplatz, zumindest sahen die Aufgaben und Tätigkeiten in der Stellenanzeige anders aus. Einen Tag später habe ich dann auch schon die Absage mit der Bemerkung erhalten, dass ich nicht zu dieser Stelle passen würde, was man jedoch bereits vorher schon festgestellt hatte.
Ich bin enttäuscht und sehr wütend, denn ich fahre auf meine Kosten (und Zeit) durch die Weltgeschichte, um dann zu erfahren, dass ich von Anfang an keine Chance auf die Stelle hatte? Na vielen Dank! Der Umgang mit Bewerbern sollte sich bei einigen Unternehmen deutlich ändern. Im Moment weiß ich echt nicht mehr, wo mir der Kopf steht geschweige denn, wie es weitergehen soll. Wenn ich alles bewerte, was ich bereits erlebt habe, so glaube ich kaum, dass ich jemals einen Job finden werde. Das Einzige, was mich im Moment noch motiviert ist die Hoffnung, dass ich mit meinem absolvierten Studium bald eine geeignete Stelle finde.
Eure Lena







Hallo Leute,
ich sitze gerade in einer interessanten Vorlesung, wo es um die weltwirtschaftliche Entwicklung geht. Da ist doch ein Schlüsselwort gefallen: Entwicklung. Nun ja, ich versuche mal meine in die richtige Bahn zu lenken, da ich mein Studium so gut wie beendet habe und zurzeit noch nichts mit meiner Zeit anzufangen weiß. Wo ich doch gerade mal wieder aus dem Fenster schaue, denke ich mir, ich versuche es erst mal regional mit den Bewerbungen. Vielleicht könnt ihr es euch ja denken, ich wohne im Westerwald und würde auch gerne dort bleiben, aber man muss ja heutzutage flexibel sein und selbst bei den hohen Spritpreisen auch mal Kompromisse eingehen. Sorry, ich habe ganz vergessen mich vorzustellen.
Ich bin die Katrin, 25 Jahre alt und habe mein Studium der Betriebswirtsschaftlehre so gut wie abgeschlossen. Ich warte eigentlich nur noch auf die Bewertung meiner Diplomarbeit. Diese Vorlesung besuche ich eigentlich nur noch, um nochmal Studentenluft zu schnuppern.
Na gut, ich bin auch wegen meiner besten Freundin hier, wir wollen gleich in der Stadt shoppen gehen. Ich denke mal, ich werde beruflich die Gegend bei uns abklappern, könnte ja sein, dass auch ich mal Glück habe und ein tolles Unternehmen finde, welches mich haben möchte. Bloß wo und in welchem Bereich möchte ich denn eigentlich arbeiten? Diese Frage habe ich immer vor mir hergeschoben, weil ich so unentschlossen war und leider immer noch bin. Nun ja, ich werde mir hierüber mal so meine Gedanken machen und werde sie euch beim nächsten mal mitteilen, denn dann bin ich ganz bestimmt ein bisschen schlauer. Sooo, jetzt wo ich mich doch mal mit meiner Zukunft beschäftigt habe - was doch anstrengender ist als ich dachte - habe ich mir nach der Vorlesung einen Konsumrausch und ein Feierabendbier verdient.
Bis demnächst,
Eure Katrin

































Das Maß der Dinge
Über die deutsche Sprache denke ich wenig nach, ...













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