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Archiv für die Kategorie „Warum Eltern so sein müssen“







Noch lange ging mir dieses "gemeinsame" Frühstück durch den Kopf. Franzi hatte sich danach zum Thema "berufliche Zukunft" auf keine Diskussion mehr eingelassen; sie war wie verbohrt. Beide Kinder waren nun wieder unterwegs und ließen uns Eltern mit den quälenden Gedanken an die Zukunft allein. Waren wir selbst jemals so unbeschwert gewesen, als es um die eigene Berufswahl ging? Waren wir nicht viel zielstrebiger und darauf bedacht, schnell auf eigenen Füßen stehen zu können, auch finanziell? mehr...







Heute morgen durften Alex und ich einen der eher selten gewordenen Momente mit unseren Kindern erleben; die ganze Familie versammelte sich am Frühstückstisch. Früher, als die Kinder noch jünger waren – eine Zeit, an die ich mit Wehmut zurückdenke –, war das gemeinsame Frühstück an Sonn- und Feiertagen ein ungeschriebenes Gesetz. Es gelang uns auch immer ein zentrales Gesprächsthema zu finden, sei es die Eigenheiten der Nachbarn, das Geburtstagsgeschenk für Oma, die neue blonde Lehrerin, auf die die ganze männliche Oberstufe „stand“ u.v.a.m.

Heute hatte ich die Befürchtung, die Krise von Monika und Max rückte in den Mittelpunkt unserer Unterhaltung. Wir saßen bereits einige Minuten schweigend am Tisch, als Franzi ihren Bruder mit breitem Grinsen ansah und ….

Aber Max kam einer hämischen Bemerkung seiner Schwester zuvor und stellte, just in dem Moment, als er in sein mit Schokoladencreme bestrichenes Brötchen biss, mit vollem Mund, die alle Harmonie zerstörenden Fragen: “Und Schwesterherz, was hast du jetzt eigentlich vor? Wie lange gedenkst du noch mit Nichtstun deine Zeit zu vergeuden und auf Papas und Mamas Kosten zu leben?“ Für einen Moment stockte mir der Atem, kannte ich doch die heftigen Gefühlsausbrüche meiner Tochter, wenn sie sich angegriffen und darüber hinaus noch ungerecht behandelt fühlte. Schon wollte ich „Vertragt euch“, rufen, als Franzi ihren Bruder mit düsterem Blick ansah, abrupt aufstand und wortlos das Esszimmer verließ; das anschließende „Knallen“ ihrer Zimmertür aber sprach Bände. Vorbei war es mit dem Traum von meiner kleinen „heilen Welt“.

Hatte sich meine Tochter wirklich noch keine ernsthaften Gedanken über ihre berufliche Zukunft gemacht?








Max, mein Sohn, der in einer ca. 200 Kilometer weit entfernten Stadt studiert, ist seit gestern wieder einmal zu Hause. Bei all der Freude über seinen doch unerwarteten Besuch, durfte ich dann erfahren, dass ihn nicht die Sehnsucht nach „Mama“ in die heimatlichen Gefilde getrieben hat, sondern der Stress mit seiner Freundin Monika, einer Kommilitonin, allerdings erst im 2. Bachelor-Semester. Wohlwissend, dass in der Pension „Mama“ immer ein Zimmer frei ist, Verpflegung inbegriffen, suchte er das Mann-zu-Mann-Gespräch mit seinem Vater.

Meine Meinung zu meiner derzeitigen „Schwiegertochter in spe“ ist Max sehr wohl bekannt, daher holt er sich den Rat in Sachen „Beziehung und deren Krisen“, speziell in dieser Herzensangelegen- heit, eher von meinem Mann, der Monika äußerst charmant, hübsch, witzig und intelligent findet – ganz nebenbei kommt sie auch noch aus gutem Hause.

Bisher haben sich meine Befürchtungen immer bewahrheitet, wenn es darum ging, sich in der Schule oder jetzt im Studium von der „großen Liebe“ nicht zu sehr ablenken und beeinflussen zu lassen. So reift bei Max die Überlegung, die Praxisphase des 5. Semesters im Ausland verbringen zu wollen; ein Gedanke, der Monika zu missfallen scheint …








Hallo,
ich bin Gabriele. Meine Freunde nennen mich Gaby, mein Mann, wenn gut gelaunt, Schatz und meine Kinder Mama. Mutter bin ich nun schon seit 24 Jahren, so alt ist mein Sohn Max, BWL-Student im 3. Bachelor-Semester. Meine Tochter Franziska, unsere Franzi, ist 20 Jahre alt und derzeit in der „Selbstfindungsphase“. Eine Phase, die die Nerven aller Familienmitglieder arg strapaziert, da ihr Berufswunsch zwischen „Topmodel“ (diese Illusion wird immer dann konkret, wenn die Staffel „Germanys next Topmodel“ anläuft) und dem Ideal einer modernen „Mutter Theresa“ schwankt.

Doch bei aller elterlichen Geduld und allem Verständnis, sich nach dem Abiturstress eine „Auszeit“ gönnen zu wollen, werden mein Mann und ich auf eine Entscheidung drängen müssen die da heißt, Studium oder Beruf.

Da ich meinen Mann schon mehrfach erwähnt habe, möchte ich ihn nun kurz vorstellen. Er heißt Alexander, kurz Alex genannt, rüstiger Endvierziger und bekennender Fußballfan. Darüber hinaus ist er Leiter der Finanzen in einem mittelständischen Unternehmen. Selbstverständlich hat auch er eine eigene Vorstellung von der beruflichen Entwicklung seiner Kinder.

Wenn ihr uns näher kennen lernen möchtet, klickt einfach wieder rein …


































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