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Archiv für die Kategorie „Karriere“







Besonders den Studenten und Absolventen unter euch, die gerade ihre ersten Schritte im Berufsleben wagen, dürften die Vorgänge im Büro doch manchmal recht eigenartig vorkommen. Dann stellt auch ihr euch sicher manchmal folgende Fragen: Wie zum Teufel verhält man sich in Meetings und wie kommt man einigermaßen durch den Büroalltag, ohne jedes Fettnäpfchen mitzunehmen? Solchen und ähnlichen Themen hat sich der Bestsellerautor Jochen Mai in seinem neuen Buch „Die Büro-Alltags-Bibel“ gewidmet.

Aufmerksam darauf geworden bin ich durch den Clip „Operation Orloc“, der im Stil von Mission Impossible für das Buch wirbt: Darin lässt ein Chef nichts unversucht, um seinen wichtigsten Geschäftspartner zu überzeugen. Das Video betrachtet wohl eher mit einem Augenzwinkern die Praktiken im Büroalltag - es sei denn, ihr wollt lernen, wie man als Praktikantin sein weibliches Potential voll zum Einsatz bringt oder mit Papierkügelchen die IT-Abteilung lahm legt … In Jochen Mais Buch könnt ihr dann nachlesen, wie man es tatsächlich macht.









studentin_zeitung_lesenSuchen Unternehmen eigentlich Absolventen, die extrem viel Ahnung in ihrem Fachgebiet haben oder eher Generalisten mit einem breiten Allgemeinwissen? Natürlich gibt es Berufe, zum Beispiel in der IT-Branche, bei denen Bewerber vor allem in ihrem Bereich Ahnung haben müssen. Aber auch sie sollten in der Lage sein, über den eigenen Tellerrand zu blicken – denn Fachidioten will kein Unternehmen.

Besonders wichtig ist ein breites Allgemeinwissen bei Dienstleistungs- oder Beratungsberufen, also dort, wo viel Kundenkontakt herrscht. Und nicht nur dort lauert die Falle im Vorstellungsgespräch. Wenn man wirklich mal keine Ahnung hat, kann man das ruhig zugeben, denn einen Bluff erkennen erfahrene Personaler sofort. Es geht ihnen auch nicht immer um eine exakt richtige Antwort, sondern darum, die Reaktion des Bewerbers zu testen. Sicher fragen einen nicht alle Personaler über geografische oder politische Fakten aus und haben einen vorgefertigten Fragebogen. Trotzdem sollte man gut vorbereitet sein, Allgemeinbildung erweitert schließlich auch den eigenen Horizont.

Das Problem: Gerade in Zeiten von Bologna können Studenten sich nicht treiben lassen und bekommen durch den starken Leistungsdruck schnell den Tunnelblick. Wir raten daher vor allem Bachelor-Studenten, Lesen zu einer täglichen Priorität zu machen, seien es Tageszeitungen, Magazine oder gar Belletristik. Auch mir fällt es zugegebenermaßen schwer, zwischen Seminartexten, Hausarbeiten-Lektüre und Vorlesungsfolien immer Zeit und Motivation für Tageszeitungen zu finden. Aber mal ganz ehrlich, wenn man wirklich will, tut auch ein gelegentlicher Blick auf Spiegel-Online nicht weh …







praktikant_technikumWas erhält man, wenn man Annette Schavan 2,2 Millionen Euro zur Verfügung stellt? Ein Projekt, das zwar ganz vorbildlich Praktikumsplätze in der Technikbranche vermitteln will, diese dann aber dummerweise nicht promotet. Und was ist seit Mai 2009 dabei rausgekommen? Ein einziger Praktikant wurde vermittelt.

Es ist ja kein Geheimnis: In Deutschland fehlen Techniker und Ingenieure. Um also das Problem bei der Wurzel zu packen und den Nachwuchs für diese Berufe zu begeistern, versuchte die Bildungsministerin schon seit 2008 fleißig das sogenannte Technikum einzuführen. Der Plan: Die Praktikanten sollen nicht nur einen fünf- bis achtmonatigen Praxiseinblick bekommen, sondern mit Lehrveranstaltungen, Exkursionen und Workshops auch fachlich dazulernen – 300 € Taschengeld inklusive. Alles in allem dürfte das doch für viele Abiturienten ganz nett klingen. Nur, warum hat sich trotzdem keiner beworben?

Wahrscheinlich lag es am schlecht geplanten Marketing. Das Geld steckte Frau Schavan neben dem Aufbau einer Servicestelle zwar auch in Werbeaktionen. Diese starteten allerdings erst im März 2009 und waren anscheinend trotz der hohen Summe so spärlich gesät, dass sich bisher nur ein einziger Interessent finden lies: Felix Simon. Trotz dieser traurigen Bilanz zeigt sich das Bildungsministerium optimistisch – für 2010 erwartet man bis zu 1.000 Teilnehmer. Für über zwei Millionen € aber immer noch verhältnismäßig lau.







Kein gutes Jahr für AbsolventenNachdem wir hier ja schon das ein oder andere Mal darüber berichtet haben, dass ein Großteil der Studenten überhaupt kein Problem darin sieht, nach dem Studium einen (gut bezahlten) Job zu finden, gibt es jetzt Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die leider eine ganz andere Sprache sprechen.

Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern stieg im Jahr 2009 überproportional stark an. Im Dezember des vergangenen Jahres waren 11,6 Prozent mehr Hochschulabsolventen arbeitslos als noch im Januar (150.000 -> 167.000). Noch schlechter lief es vor knapp 10 Jahren, nachdem die Dotcom-Blase platzte. Damals stieg die Zahl arbeitsloser Hochschulabsolventen von 180.000 auf 224.000. Satte 25 Prozent und der absolute Höchstwert seit der Wiedervereinigung.

Überraschend ist das aufgrund der momentanen konjunkturellen Krise natürlich nicht. Da Deutschland eine Exportnation ist, sind vor allem Elektro-, Metall und Hochleistungstechnologie – Branchen betroffen. Hier werden traditionell viele Facharbeiter mit Hochschulabschluss beschäftigt - die wurden 2009 wegen schwacher Auftragslage entlassen. Besonders schwer haben es aber die Job-Einsteiger. Die Übergangszeit vom Studium in den Job wird einfach immer länger. Von Januar bis Dezember 2009 hat sich die Zahl der Hochschulabsolventen, die keinen Job finden und deshalb direkt Hartz IV beantragen müssen, um 10 Prozent erhöht.

Interessant ist aber auch die Tatsache, dass gleichzeitig die Arbeitslosigkeit bei denjenigen ohne abgeschlossene Berufsaubildung um mehr als 10 Prozent gesunken ist: Von 1,4 Millionen im Januar 2009 auf 1,26 Millionen im Dezember. Ernsthafte Sorgen muss man sich aber wohl nicht machen, denn sobald sich die (weltwirtschaftliche) Lage verbessert, gibt es auch wieder mehr Jobs für Absolventen. Wohl nur ein schwacher Trost für viele, die es aktuell betrifft ...







maedchen-leiseDass man heutzutage möglichst fließend englisch und noch zwei andere Fremdsprachen sprechen können sollte, um auf dem Jobmarkt Beachtung zu finden, ist ein alter Hut. In letzter Zeit stolpere ich aber immer wieder über das folgende Phänomen: Wer auf nationaler Ebene Erfolg haben will, der muss auch fließend Hochdeutsch können – und drückt dafür mitunter sogar die Schulbank.

Das klingt im ersten Moment diskriminierend, schließlich kann keiner was für seine Herkunft. Vor allem aber, wenn man fernab der Heimat arbeitet, können die Reaktionen am Arbeitsplatz ablehnend sein. Traurig, aber wahr: Wer die Hochsprache nicht beherrscht, dem wird auch fachlich weniger zugetraut. Dialekte, allen voran sächsisch, schwäbisch und berlinerisch, sind unbeliebt und müssen auf beruflicher Ebene möglichst abgelegt werden. Selbst akzeptierte Mundarten wie bayerisch oder norddeutsch können Verständnisprobleme hervorrufen, und das nicht nur bei ausländischen Kollegen.

Aus diesem Grund gibt es immer mehr Absolventen, die versuchen, ihr Hochdeutsch in Kursen zu trainieren. Das finde ich auf jeden Fall löblich, solange man weiterhin authentisch bleibt und sich nicht rund um die Uhr verstellt. Denn Sprache vermittelt nicht nur Inhalte, sondern auch Emotionen.







schwierige-zeitenDank der Krise zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt im Moment folgendes Problem: Bewerber müssen sich bei weniger Auswahl einer größeren Konkurrenz stellen. Wer wie ich angesichts dieser Tatsache gar nicht an die Bewerbungsphase nach dem Studium denken mag, dem sei das Buch „Bewerben in schwierigen Zeiten“ von A. Jacoby und F. Vollmers ans Herz gelegt.

Es gilt, trotz kleinerem Angebot offene Stellen zu finden, die das eigene Profil möglichst passgenau abdecken – nur dort hat man die größten Chancen zu punkten. Wo aber kann ich suchen und wie bekomme ich den Job dann? Diese Fragen beantworten die Experten ausführlich und lassen immer wieder Personalverantwortliche zu Wort kommen. Sie erklären zum Beispiel das enorme Erfolgspotential von Initiativbewerbungen und wie man versteckte Stellen bei den Unternehmen aufspüren kann. Daneben geben die Autoren nützliche Tipps zur erfolgreichen telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber und beleuchten ausführlich die Besonderheiten von Papiermappen und Online-Bewerbung. Besonders überzeugt haben mich die Ausführungen zum Vorstellungsgespräch – mit Vorbereitungstipps, Erklärungen zu den häufigsten Interviewfragen und Hinweisen zur Gehaltsverhandlung.

Fazit: „Bewerben in schwierigen Zeiten“ beschreibt alle Aspekte der Bewerbungsphase und hinterfragt kritisch, was wirklich sinnvoll ist. Dieses Gesamtpaket ist sicher nicht nur in Krisenzeiten hilfreich.







talentWer hat sich nicht schon einmal heimlich gewünscht, statt als durchschnittlich intelligenter BWL-Student eher als begnadeter Schauspieler, Mathematiker oder Fußballer auf die Welt gekommen zu sein? Vielleicht sind wir das ja auch! So zumindest lautet die Theorie des Journalisten Daniel Coyle. Der veröffentlichte dieses Jahr das Buch „Die Talentlüge. Warum wir (fast) alles erreichen können“.

Die Behauptung: Talent ist nicht angeboren und hat nichts mit Intelligenz oder Genen zu tun. Im Gegenteil, man wird erst durch ausdauernde Übung in einer Disziplin überdurchschnittlich gut. Schuld daran ist die Neuronenmembran Myelin, die sich jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen, um unsere Nervenbahnen legt. Mit jeder Lernwiederholung wächst diese Schicht und beschleunigt so Bewegungsabläufe und Gedankengänge. In erster Linie brauchen wir also Übung, Übung und nochmals Übung. Der Karriereführer rät, sich selbst immer schwierigere Aufgaben zu stellen und auch bei Fehlern oder Tiefpunkten nicht gleich aufzugeben. Nur so kann man Fortschritte machen und Fähigkeiten weiter entwickeln.

Na, schon euphorisch die Nummer eines Klavierlehrers rausgesucht? Vorher solltet ihr erstmal in eurem Terminkalender nachschauen, ob ihr die nächsten 10 Jahre täglich etwa zwei bis drei Stunden für das neue Hobby aufbringen könnt (und wollt). So lange dauert es nämlich, bis man herausragend wird. Die nötige Motivation kann wohl nur aufbringen, wer auch tausendprozentig von seinem Vorhaben überzeugt ist und Spaß daran hat.

Ich finde, diese Erkenntnis ist auch zum Backen kleinerer Kuchen ganz gut anwendbar. Wer erfolgreich sein will, sei es im Beruf oder beispielsweise beim Erlernen einer Fremdsprache, der muss nur genügend Herzblut und Durchhaltevermögen mitbringen. Leider kann ich mir weder das eine noch das andere für meine aktuelle Informatik-Vorlesung kaufen – oder, Herr Coyle?







jobware-crossmediales-recruitingUnser Stellenportal Jobware lud gemeinsam mit der Fachzeitschrift W&V am 12.November zum Workshop „Crossmediales Recruiting von Fach- und Führungskräften“ in München ein. Personalexperten diskutierten dabei angeregt über aktuelle Trends im Recruiting und die Zukunft des Personalwesens.

Die Fachleute erwarten in den nächsten Jahren eine zunehmende Abwanderung großer Teile der Bevölkerung in die Ballungsgebiete und eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Bis 2020 wird das deutsche Erwerbspersonenpotential sogar um eine Million Menschen zurückgehen. Die Wirtschaft soll daher schon jetzt Wege finden, um den Nachwuchs für sich zu interessieren. Laut Prof. Dr. Christoph Beck sind Krisenzeiten geradezu ideal, um als Arbeitgeber bekannt zu werden, schließlich steigt in dieser Zeit auch das Interesse der Bewerber.

Und wo funktioniert Imagebildung bei der Net Generation besser, als im Internet? Neben klassischen Print- und Onlineanzeigen müssen Arbeitgeber ihre Angebote für mobile Endgeräte zugänglich machen. Wenn es darum geht, sich als attraktive Arbeitgebermarke zu etablieren, rücken natürlich auch soziale Netzwerke und emotionale Imagevideos via YouTube immer mehr in den Fokus.

Bleibt für uns Studis nur zu hoffen, dass sich möglichst viele Arbeitgeber diesen Rat zu Herzen nehmen. Denn wer würde nicht liebend gerne direkt nach dem Abschluss von allen Seiten umgarnt werden …

































Spaß bei der Arbeit?
Laut einer gerade veröffentlichten Umfrage ...













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