Kategorie: Allgemeines
Wer kennt es nicht – rote Ampeln in der Stadt, Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und die ewige Suche nach Parkautomaten. Was wäre bloß, wenn das alles abgeschafft werden würde? Polizisten würden den Verkehr regeln, es gäbe keine Schilder mit Tempolimits und Parkwächter kämen ans Auto und würden die Parkgebühr kassieren. Klingt unglaublich?! In Deutschland vielleicht, nicht aber in Timphu (über 96.000 Einwohner), der Hauptstadt des Königreichs Bhutan, das in Südasien liegt.
Mit tanzenden Bewegungen à la Michael Jackson regelt der Polizist den Verkehr. Von seiner Verkehrsinsel „tanzt“ er die Autos in die richtige Richtung - wie man bei Youtube bestaunen kann. Insgesamt rund 30.000 Autos sind in Timphu unterwegs. Dass der Verkehr von nur 30 Polizisten abwechselnd geregelt wird, ist also umso beachtlicher. Jedoch wurde das auch schon anders versucht. Früher gab es dort mal Ampeln, doch die wurden schnell wieder abgeschafft, weil sie den Menschen schlichtweg zu unpersönlich waren.
Auf der Suche nach Parkautomaten wird man ebenfalls nicht fündig. Sobald man sein Auto geparkt hat, taucht unmittelbar ein Parkwächter auf und kassiert direkt am Auto die Parkgebühr. In den meisten Regionen Timphus sind auch keine Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen aufzufinden, da die Straßen in dieser Region so eng und kurvig sind und sowieso kein hohes Tempo zulassen. Wie lange dieser Zustand weiter so bestehen kann, bleibt abzuwarten, da in 2008 die Unfallzahlen im Vergleich zu 2007 schon um mehr als 30% gestiegen sind.
Langsam muss man sich wohl entscheiden was wichtiger ist: die eigene Sicherheit auf der Straße oder eben das „persönliches“ Flair im Verkehr. Also, ich wüsste was mir wichtiger wäre!


