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BlogHabt ihr einen eigenen Blog? Laut einiger Stimmen im Netz kann das förderlich für die Karriere sein. Die einen - wie Jobsuma - meinen damit Fachblogs mit Relevanz für die Branche, in der man arbeiten möchte. Das dient nicht nur dem eigenen Fachwissen und der Reputation, sondern ist auch nützlich, um das eigene Netzwerk auszubauen. Interviews mit Experten eröffnen einem wichtige Kontakte, die unentbehrlich für den erfolgreichen Berufseinstieg sind. Kai Müller vom Stylespion wiederum sieht sogar Vorteile im privaten Alltagsblog - solange sich dieser nicht aus Partyanekdoten zusammensetzt. Egal, worum es in eurem Blog geht, er verrät immer auch etwas über Persönlichkeit, Interessen und den Schreibstil. Außerdem braucht ein gut gepflegter Blog Hingabe und Konsequenz – Eigenschaften, die wohl in jedem Beruf gerne gesehen sind. Alles nette Nebeneffekte des Bloggens ... Nur, interessieren Personaler sich wirklich dafür?

Wenn es darum geht, wie wichtig das Auftreten eines Bewerbers im Netz bei der Jobsuche ist, scheiden sich die Geister. Immer wieder liest man von Personalern, die sich überhaupt nicht darum scheren. Andere googeln zumindest die Kandidaten, die es in die nähere Auswahl geschafft haben.

Die Frage ist trotzdem, ob sich der ganze Aufwand fernab von Online-Profilen auf XING überhaupt lohnt. Was Autorin Simone Janson kritisiert: Für deutsche Personaler zählt immer noch an erster Stelle die fachliche Qualifikation - Persönlichkeit darf sich hinten anstellen.

Trotzdem: Mit einem eigenen Blog muss sich niemand verstecken. Hauptsache, man betreibt ihn aus Leidenschaft und nicht ausschließlich, um Personaler zu beeindrucken. Denn wie man sieht, verfehlt diese Strategie in vielen Fällen noch ebendiese Zielgruppe. Hat man jedoch Glück und ein Personaler findet und liest den eigenen Blog, dann lernt er uns so besser kennen als über leere Floskeln im Bewerbungsanschreiben.



 

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