Eigentlich hatte ich ja versprochen, euch -aus der Sicht meines Freundes, dem Professor, der uns letzte Woche vor der Fahrt in einen mehrwöchigen Urlaub noch besucht hatte- die Verwendung der Studiengebühren von Seiten der Hochschulen zu verdeutlichen. Dies muss noch etwas warten - es ist aber nicht vergessen.
Was mich aktuell beschäftigt, bzw. sehr nachdenklich werden lässt, ist die Situation meines Sohnes Max und seiner Freundin Monika. Sogar die Verliebtheit meiner Tochter Franzi in ihren „Schönling“ Lars tritt in den Hintergrund, sie schwebt aber nach wie vor auf einer rosa Wolke. Zurück zu Max. Ich war ehrlich gesagt schockiert, als ich von der Schwangerschaft hörte. Selbstverständlich habe ich nichts gegen Kinder –habe ja selbst zwei- aber alles zu seiner Zeit. Für meine Frau Gaby brach die Welt zusammen als ihr bewusst wurde, dass ihr Sohn sie zur Oma macht.
Sofort –so sagte sie mir später todtraurig- tauchte vor ihr das Bild einer alten Frau mit Haardutt, Nickelbrille und karierten Pantoffeln, in einem Schaukelstuhl sitzend, auf. Mit viel Überredenskunst überzeugte ich sie schließlich davon, dass sie noch attraktiv sei und keinesfalls das Klischee einer typischen Oma verkörpere.
Die Probleme, die jetzt gelöst werden müssen, haben andere Dimensionen als das Bewusstsein, dass sich mein Status als „Familienvater“ um die eines „Großvaters“ erweitert, obwohl die graue Strähne, die ich im Spiegel entdeckte, mir zu denken gab.


