Vor einiger Zeit haben wir ja davon "berichtet", dass Facebook in Deutschland endlich mal so richtig Fuß fassen und studiVZ die Marktführerschaft streitig machen will. In England steht Facebook aktuell aber vor ganz anderen Problemen. Den britischen Unis ist es nämlich ein Dorn im Auge, dass immer mehr Studenten soziale Netzwerke nutzen, um voneinander abzuschreiben. Angeblich (und zumindest ich glaube das direkt) betrügt mittlerweile jeder zweite Student, wenn es um schriftliche Arbeiten geht. Jurastudenten tun sich da besonders hervor, da sind es sogar satte 62%. Und das sind die, die es wirklich zugeben ...
Neben Online-Plattformen wie Facebook ist es vor allem das gute alte Wikipedia, welches immer wieder dazu herangezogen wird, um sich die eigene Arbeit um einiges zu erleichtern. Mehr als 80% aller befragten Studenten haben dort schon Sätze herauskopiert und in die eigene Arbeit eingefügt. Manche geben an ganze Essays übernommen und als das eigene angegeben zu haben. Mit der Folge, dass diese Arbeiten in aller Regel sogar besser bewertet werden, als selbstverfasste Werke. Gerade mal 5% der Betrüger sind bislang erwischt worden, weshalb es in England demnächst zu Gesprächen kommen wird, in denen dann besprochen werden soll, wie man gegen die Plagiatsverbreitung im Internet in Zukunft vorgehen soll. Zumindest dort sollte man sich es bald also besser zwei mal überlegen (das sollte man generell natürlich), ob man die eigene Nase nicht doch mal in ein Buch anstatt die Arbeit eines anderen steckt ...


