Mich nerven viele Freundschaftsanfragen bei Facebook oder studiVZ ja sowieso, denn oft ist man ja in so einer Art Zwiespalt. Man möchte eigentlich nicht annehmen, ablehnen aber auch nicht. Im Zweifel nimmt man diese dann meistens an, zumindest bei Personen die man kennt. Anscheinend gibt es aber genug Leute da draussen, die einfach mal jeden als "Freund" akzeptieren, egal ob sie diese Person nun kennen oder nicht. Ein australisches Unternehmen ("Sophos" - spezialisiert auf Sicherheitslösungen) hat jetzt in Folge einer Studie noch einmal darauf hingewiesen, dass man Freundschaftsanfragen grundsätzlich nur akzeptieren soll, wenn dies aber tatsächlich der Fall ist. Das Unternehmen hatte dafür zwei fiktive Facebook-Profile angelegt. Eins mit dem Bild einer Gummiente, das zweite mit dem Bild zweier Katzen und dann nach dem Zufallsprinzip Freundschaftsanfragen an jeweils 100 Anwender verschickt: 46 Prozent der angeschriebenen User akzeptierten die Anfrage ungeprüft. Einmal befreundet, war es dann möglich 89 Prozent der Geburtsdaten einzusehen, sämtliche E-Mail-Adressen und natürlich eine Menge anderer persönlicher Daten. Rund die Hälfte der neuen Freunde gab ihre Heimatstadt preis, manche sogar noch Details zu Verwandten und Freunden.
Kommt wohl nicht von ungefähr, dass Facebook-CEO Mark Zuckerberg erst letzte Woche die User in einem offenen Brief dazu aufgefordert hat, die Werkzeuge zum Schutz der Privatsphäre auch wirklich zu nutzen. Scheint, als würden einige diesen Hinweis mal dringend benötigt haben ...


