Es gibt Dinge, die kann es eigentlich nicht geben. Heute Morgen habe ich die Bewerbungsunterlagen für die Stellenbesetzung eines Area-Managers (w/m) gesichtet. Herausragend war sicherlich die Bewerbung von Mathias K. aus Bochum, der ein exorbitantes Selbstportraits beifügte. Auf dem Photo präsentierte er sich in Freizeitkleidung mit Bierglas in der Hand, hinter seiner Hausbar stehend.
O.K., wir gehören der Gastronomie-Branche an, aber das war es auch schon. Der Rest ist Business pur! Keine zwei Bewerbungsmappen weiter wollte ich erneut meinen Augen nicht trauen. Eine Bewerberin hat es im Anschreiben geschafft, sage und schreibe 14 Rechtschreibefehler zu präsentieren. Jetzt frage ich mich doch, ob Microsoft diese Leute im Auge hatte, als sie die Rechtschreibehilfe in Word zur Verfügung stellten.
Oft werde ich gefragt, wie viel Zeit ich mir für die erste Sichtung von Bewerbungsunterlagen nehme. Grundsätzlich kommt es sicherlich auf die Stelle und das Verfahren an, aber im Durchschnitt benötige ich nicht länger als 2 Minuten pro Bewerbung. Hier entscheidet sich, ob man im Bewerbungsverfahren weiter kommt, oder ob der Bewerber (w/m) die Karriere-Leiter außerhalb unseres Unternehmens erklimmt. Manchmal frage ich mich:
Lege ich hierbei noch den richtigen Maßstab an?



17. Juli 2008 at 16:58
Die Frage sollte doch vielmehr lauten: Wieso können solche Fehler noch passieren? Man sollte allein schon in der Schule viel mehr Wert darauf legen zu vermitteln, wie eine vernünftige Bewerbung aussehen sollte. Ich selbst habe Abitur gemacht und habe darüber nie etwas erfahren. Ich habe mir alles im Internet selbst angelesen (wie z.B. über den Wiki hier auf der Seite)
21. Juli 2008 at 09:05
Wie Daniela schon gesagt hat, ist es sicherlich wünschenswert, dass in der Schule ein entsprechendes Basiswissen für eine fehlerfreie und angemessene Bewerbung vermittelt wird. Allerdings muss von einem Bewerber erwartet werden, dass er sich im Vorfeld ausführlich über das Thema “Bewerbung” informiert, so dass die beschriebenen eklatanten Fehler vermieden werden.
Die beiden Beispiele machen nur eines deutlich: Solche Fehler führen in der Praxis tatsächlich dazu, dass die Bewerbung innerhalb von 2 Minuten aussortiert wird, ohne auf die weitere Qualifikation näher einzugehen.
Aufgrund der großen Anzahl an Bewerbungen auf eine zu besetzende Stelle bleibt den Personalern heutzutage keine andere Möglichkeit, um effizient den für sie geeigneten Mitarbeiter zu finden. Mit den guten Bewerbungen kann er sich somit intensiver beschäftigen, um so die geeigneten Kandidaten für ein Vorstellungsgespräch zu selektieren.
16. September 2008 at 11:22
Natürlich wird die Bewerbung in der Schule durchgenommen. Teilweise so, dass es allen , incl. dem Lehrer, wieder zu den Ohren rauskommt. Es ist aber schon erstaunlich wie wenig hängenbleibt. Oft hängt es an der mangelnden Sprachkompetenz oder an der Fähigkeit, sich mit Vorgaben zu befassen.