Kategorie: Allgemeines
Wie findet ihr das eigentlich, wenn euch eure Eltern finanziell während der Ausbildung unterstützen? Also ich musste mir diese Frage während meins Studiums nie stellen. Bis gestern. Jetzt habe ich von meinen Eltern doch tatsächlich das Kindergeld überwiesen bekommen obwohl ich das gar nicht wollte oder brauchte. Ich bin aber viel zu bescheiden, dass ich so etwas annehmen könnte. Leider sind meine Eltern aber auch stur und wollen nur das Beste für mich, so dass sie das Geld nicht wieder haben wollen.
Ich meine geldtechnisch kann ich mich auch ohne ihre Hilfe nicht beklagen. Ich bekomme Bafög –hoffentlich auch noch im nächsten Semester– und werde jetzt auch noch den Schritt in die Anstellung als SHK wagen. Somit geht es mir finanziell eigentlich gut. Klar, Geld kann man nie genug haben, grad als Student, wo man doch mal die ein oder andere Party besucht oder die teuren Studiengebühren zahlen muss.
Doch will ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben?! Schließlich könnten sich meine Eltern jetzt ein schönes Leben machen, wo die Kinder aus dem Haus sind und eine Ausbildung machen. Ich weiß, die Eltern machen das gern, doch es reicht ja nicht, dass sie das Geld überweisen, man ist ja auch noch fast jedes Wochenende zu Hause und lässt sich vom Hotel Mama verwöhnen, was bei drei Töchtern plus Schwiegersöhnen noch zusätzlich ins Portemonnaie geht.
Da denkt man also, man hat den Absprung vom Kind zum Erwachsenen geschafft, doch wenn es dann ums Geld geht, kann man die Unterstützung seiner Eltern wohl immer gebrauchen und wird sie auch immer haben. Wir werden es später wohl auch nicht anders machen.
Ein schlechtes Gewissen wird dabei immer ein Begleiter sein, doch ändern werden wir das wohlwollende Verhalten unserer Eltern wohl nicht.



16. November 2008 at 11:22
Ich denke du kannst froh sein solche Eltern zu haben
Gib ihnen doch einfach später mal etwas zurück wenn du selber genug Geld verdienst. Schlussendlich geht es aber in der Eltern/Kind-Beziehung nicht um materielle Dinge.