Wie die Zeit doch vergeht. Ich warte immer noch auf den Termin, um bei einem Probearbeitstag mein Gegenüber von mir zu überzeugen. Ob ich nachfragen soll? Ich will dort unbedingt arbeiten, aber ich will zu diesem Zeitpunkt auch niemandem auf die Nerven gehen. Irgendwie ein klassisches Problem: Wirke ich, wenn ich nachfrage, störend, nervend und ungeduldig oder wird mein „nichtnachhaken“ als Desinteresse am Unternehmen gewertet?
Mich überkommt das Gefühl, dass egal was ich mache, es falsch sein könnte. Obwohl diese Woche noch nicht vorbei ist, empfinde ich meine Situation als absolut unbefriedigend. Es hat sich nämlich noch nichts in Richtung berufliche Zukunft konkretisiert und ich merke, dass Erfolg und Misserfolg eng beieinander liegen. Dass man nicht immer sofort einen Arbeitsplatz nach einem Studium findet, war mir von Anfang an klar, aber dass es solche Schwierigkeiten geben könnte, daran habe ich echt nicht gedacht. Ich finde es absurd, wenn ich die aktuellen Arbeitsmarktdaten in den Nachrichten zu sehen bekomme. Niedrigste Arbeitslosenzahl seit langem und eine optimistische Stimmung auf dem Arbeitsmarkt.
Mal im Ernst, das scheint bei mir alles nicht anzukommen. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, hatte ich natürlich Recht, was meine Bewerbung bei der Arge betrifft. Mir wurde abgesagt! Begründung: „Kein Budget!“
Bis bald, Lena



2. Dezember 2008 at 08:09
Hallo Lena, kleiner Tipp: unbedingt nachfragen. Selbst wenn Du in dem Moment nervig wirken solltest–jeder halbwegs kluge Arbeitgeber weiß, dass es auch im späteren Arbeitsalltag immer wieder Situationen gibt, in denen aktives Handeln und Durchsetzungsvermögen gefragt sind. Grüße, Olaf