Kategorie: Allgemeines
Seitdem ich ein Praktikum mache, kann ich aus eigenem Wissen und mit erster Erfahrung darüber berichten, wie es sich in einem Büro mit zwischenmenschlichen Beziehungen verhält. Am Anfang ist alles noch super neu und spannend. Man saugt förmlich alle Informationen über seine neuen Kollegen auf und merkt meist schon gleich zu Anfang mit wem man gern zu tun haben möchte und mit wem lieber nicht. Doch auch der erste Schein kann trügen und so entpuppen sich vielleicht sympathische Mitarbeiter eher zu Menschen, die nicht jeden in ihren „inneren Kreis“ aufnehmen und einen den Einstieg somit erschweren.
Als Praktikantin hat man diese Probleme aber noch nicht so deutlich. Klar, man kann nur schwer einen Draht zu Festangestellten knüpfen, aber wenigstens die Praktikanten müssen zusammenhalten. Fragt sich nur, wer nun unter ihnen zu den Freunden und zu den Feinden zählt. Gerade in der Profilierungsphase, in der man herausstechen möchte, ist es sicherlich nicht einfach die anderen in der gleichen Situation als Freunde zu gewinnen. Auch ich hatte am Anfang Angst, dass die neue Praktikantin viel besser sein würde als ich und sie bei den Kollegen mehr im Gedächtnis bleibt für eventuell später auftretende Jobangebote. Ich wollte nicht, dass sie sie mehr loben als mich oder ihr mehr Verantwortung für Aufgaben geben und dabei meine Fähigkeiten vergessen.
Ich bin da aber vielleicht auch zu ehrgeizig und betrachte jeden Neuen erst einmal als Eindringling in mein Revier, der mir meine Position streitig machen will.
Am Ende war es dann doch nicht so schlimm, denn wenn man an seinen Fähigkeiten festhält und sie immer wieder unter Beweis stellt, wird die Leistung auch trotzdem noch anerkannt. Es kommt also auf einen selbst an, wie man in solchen Situationen mit Mitstreitern umgeht. Wenn man trotz allem sein Bestes gibt, ohne sich durch seinen Ehrgeiz ganz unbeliebt zu machen, geht man glaube ich einen ganz guten Weg und findet vielleicht doch nette Wegbegleiter, die einem die Zeit im Büro versüßen können.
Ach ja und mit der anderen Praktikantin habe ich mich übrigens auch angefreundet, denn zusammen haben wir viel erlebt und erreicht, was die Tätigkeiten im Büro angeht. An dieser Stelle schöne Grüße an sie.
Man muss seine Kollegen ja nicht als beste Freunde ansehen, aber wenigstens auf der Arbeit eine schöne Zeit mit ihnen haben.


