Vor kurzem haben wir ja über Google Street View berichtet und die Probleme bei der Einführung in Deutschland. Ein glücklicher Zufall in den Niederlanden hat jetzt gezeigt, dass Google Street View nicht nur eine potenzielle Bedrohung für die Freunde des Datenschutzes darstellt, sondern auch bei der Verbrechensaufklärung helfen kann. Ein armer 14-jähriger Schlucker wurde nämlich Ende letzten Jahres in der niederländischen Stadt Groningen von zwei Unbekannten überfallen. Die Diebe erbeuteten sein Handy und rund 165 Euro. Moment mal, welcher 14-jährige rennt mit 165 Euro durch die Gegend?! Wie auch immer, von den Dieben fehlte bislang jede Spur.
Im Frühjahr dieses Jahres entdeckte sich der 14-jährige jedoch bei Google Street View – ausgerechnet in dem Moment, in dem er von den Dieben überfallen wurde. Glück für ihn und natürlich richtiges Pech für die beiden Diebe. Denn mit Hilfe der Polizei, gab Google die Originalbilder heraus, auf denen die Angreifer völlig unverfremdet zu erkennen waren. Die beiden Pechvögel können einem auch irgendwie schon wieder leid tun, denn das ist wirklich dumm gelaufen. Auf eine Strafanzeige können sie sich nämlich Dank Kommissar Google gefasst machen. Diese Verbrechensaufklärung mit Hilfe von Google Street View bleibt aber wahrscheinlich eher dem Zufall überlassen.


