Also mal ehrlich, Tiere im Büro haben sich noch nicht so richtig etabliert und gehören längst nicht zur Standardausstattung, wie der Drucker oder die Kaffeemaschine. Dabei sollen sie eine durchaus positive Auswirkung auf das Arbeitsklima haben. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde sogar, dass die Anwesenheit eines Tieres den Blutdruck senkt, die Produktion von freien Radikalen mindert und das Streicheln eines Tieres sogar Endorphine freisetzt. Das Ganze wurde von der Buffalo Universität Boston untersucht und zwar bei Brokern, die an der Börse einem besonders hohen Stresspegel ausgesetzt sind.
Soviele medizinische Vorteile ein Bürohund auch haben mag: Ich gebe zu, dass ich nicht gerade ein Tierfreund bin und mich wahrscheinlich höchst unwohl fühlen würde, wenn der ach so süße haarige Freund um die Schreibtische schleicht oder plötzlich fröhlich sabbernd seine kühle Schnauze auf meinem Schoß ablegen würde. Das würde die Konzentration und Produktivität erheblich einschränken.
Deswegen sollten sich Hundehalter, die darüber nachdenken ihren Hund mit ins Büro zu nehmen, vorher natürlich bei ihrem Vorgesetzten erkundigen, ob es möglich ist, den Hund mit zu bringen. Vielleicht auch erst mal probeweise. Dann sollte man es mit den Kollegen absprechen und auch ängstlichen Kollegen die Möglichkeit geben, sich langsam an den Hund zu gewöhnen. Natürlich muss das Tier daher einen aggressionsfreien und ausgeglichenen Charakter haben.
Viele Faktoren, die es zu beachten gilt, aber es scheint sich zu lohnen. Die durchweg positiven Einflüsse auf die Gesundheit sind dabei nur ein Faktor. Auch das soziale Klima im Büro verbessert sich nachweislich mit der Anwesenheit eines Tieres: Neue Gesprächsthemen, gelockerte Atmosphäre und die Möglichkeit zu einer positiven Ablenkung um neue Energie zu tanken. Voraussetzung für einen Bürohund ist natürlich, dass der Chef die Vorteile erkennt und einer solchen Neuerung gegenüber offen ist…



26. Oktober 2010 at 21:15
Morgen kommt der Hund mit ins Büro ! Einfach ein klasse Artikel !