Fast jeder vierte Student, der neben seinem Studium arbeitet, ist an der Uni als Hiwi beschäftigt. Für ein mickriges Gehalt tragen sie nicht unerheblich dazu bei, dass der Hochschulbetrieb nicht zusammenbricht. Darunter fallen Tutorien, Wartung von Uni-Computern oder Beratungsaufgaben.Die Arbeitsbedingungen lassen allerdings schwer zu wünschen übrig. Ich sage nur „Dumpinglohnempfänger“ und Arbeiter zweiter Klasse…
Die meisten Hiwis arbeiten unter einem Kurzzeitvertrag, der oft auf ein Semester beschränkt ist. Was natürlich eine zusätzliche psychische Belastung für diejenigen darstellt, die auf die finanziellen Mittel angewiesen sind und sich nach Ablauf ihres Vertrages neu orientieren müssen. Ganz zu schweigen von dem ungleichen Verhältnis zwischen Lohn und Arbeitsaufwand. An einigen Unis ist es sogar gang und gäbe, Studenten als unbezahlte Hilfskräfte einzustellen und sie dann mit „wertvollen Erfahrungen“ zu entlohnen.
Die Wenigsten wollen es sich mit dem Prof verscherzen und sind daher zu zögerlich, wenn es um die Einforderung ihrer Rechte und Bedürfnisse geht, da möglicherweise die Vetragsverlängerung für das nächste Semester auf dem Spiel steht. Wer sich dennoch als Hiwi bewirbt, der sollte sich im Voraus über seine Rechte informieren und genausten abwägen, ob die Entlohnung in einem guten Verhältnis zu den Arbeitsbedingungen steht. Also keine falsche Bescheidenheit! Nur weil man aus demselben Topf finanziert wird, wie ein Tacker oder Bürostuhl, heißt das noch lange nicht, dass man sich mit denselben Bedingungen zufrieden geben muss…



14. Juli 2010 at 18:12
Ja dem kann ich aus eigener erfahrung leider nur zustimmen.
das schlimme daran ist, dass die studiengebühren zu finanzierung solcher Hiwi stellen verwendet werden.
lg
peter