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"Gebt den Leuten mehr Schlaf — und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind", sagte einst der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky. Da ist was dran. Das bewies nun auch eine Studie aus den USA. Je weniger man schläft, desto leichtsinniger wird man.
Die Forscher führten mit 29 unausgeschlafenen Personen Verhaltenstests durch. Bei Glücksspielen mit der Aussicht auf einen Geldgewinn waren sie deutlich risikofreudiger, wenn sie eine Nacht lang nicht geschlafen hatten. Hirnregionen, die für negative Erfahrungen zuständig sind, zeigten bei den Probanden nur eine schwache Aktivität. Dagegen waren Hinregionen, die für positive Eindrücke verantwortlich sind, sehr aktiv. Das verringert den Ärger über Verlust und erhöht die Freude über einen Gewinn. Im ausgeschlafenen Zustand waren die Probanden weniger risikobereit.
"Schlaflosigkeit kann somit das Verhalten in einen unangemessenen Risikobereich schieben: Die Lust auf Gewinne steigt – negative Konsequenzen werden ignoriert", betont Scott Huettel von der Duke University in Durham. Dieser Test zeigt also, wie wichtig Schlaf für Menschen besonders in verantwortungsvollen Positionen ist. Fehlentscheidungen können so in den meisten Fällen vermieden werden.


