Dass die Kluft zwischen arm und reich nicht nur in Deutschland, sondern auch in Nachbarländern immer größer wird, zeigen auch die neuesten unerfreulichen Nachrichten aus den österreichischen Unis:
Nur etwa jeder fünfte Student kommt aus einer unteren sozialen Schicht, während es vor 12 Jahren noch 26 Prozent waren. Zur oberen sozialen Schicht zählt man Akademiker, die als Freiberufler tätig sind oder aber Unternehmer, die Angestellte beschäftigen. Weiterhin gehören zu dieser Gruppe Beamte bzw. Angestellte mit Leitungsfunktion. Die untere Schicht bilden die Pflichtschulabsolventen sowie Arbeiter- bzw. Angestellte ohne Führungsfunktion.
Glaubt man der "Studierenden-Sozialerhebung 2009" ist der Anteil an Studenten aus niedrigen Schichten an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen zwischen 1998 und 2009 von 26 auf 19 Prozent gefallen. Im Gegensatz dazu ist der Anteil von Studenten aus oberen Schichten konstant geblieben.
Je nach Studienrichtung gibt es dabei eklatante Unterschiede: 34 Prozent aller Medizinstudenten kommen aus einer oberen Schicht - einer niedrigen entstammen lediglich elf Prozent. Einen großen Anteil der unteren Schichten findet man, z.B. unter Theologiestudenten (31 Prozent).
Ich bin mir zwar nicht sicher, ob man daraus auch Rückschlüsse auf die Situation an deutschen Universitäten ziehen kann, die Tendenz wird aber wohl die gleiche sein. Kann man nur hoffen, dass Bildung zukünftig nicht nur Sache der Reichen wird ...



30. Juni 2010 at 09:36
Wenn es um Ausbildung geht, müssen ja alle Leute gleiche Chancen haben. Leider handelt es sich hier auch um Geld