An der Hochschule für Sozialinformatik in Tokio sollen rund 550 Studenten mit einem iPhone ausgestattet werden. Darüber sollen nicht nur Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt und kleinere Prüfungen abgewickelt werden, sondern auch Schwänzern das Leben schwer gemacht werden. Bei der Immatrikulation wird den Studenten das Handy zur Verfügung gestellt. Die Uni übernimmt dabei sogar die monatlichen Grundgebühren. Das Ganze klingt zwar äußerst spendabel und fortschrittlich, passiert aber wie gesagt nicht ganz ohne Hintergedanken. Denn die Uni will mit dem iPhone auch die Anwesenheit ihrer Studenten überprüfen. GPS sei Dank, kann nämlich der Aufenthaltsort der Studenten während der Vorlesungen überwacht werden.
Obwohl auch in Europa immer mehr Universitäten mit dem iPhone als Studienhilfe liebäugeln, müssen sich europäische Studenten nicht vor einer GPS Überwachung fürchten, da dies in Europa aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht umsetzbar wäre. Na, wenn das so ist würde ich auch eins nehmen: ’Nem geschenkten Gaul schaut man schließlich nicht ins Maul. Ich frage mich allerdings, ob die japanischen Studenten das genauso sehen. Aber welcher Student will sich schon gerne von seiner Uni, bzw. seinem iPhone überwachen lassen?


