Kommunikation ist doch irgendwie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung das A und O. Auch in der WG spielt die Kommunikation keine unwichtige Rolle. WGs bieten nämlich eine Vielzahl von Konfliktherden, die mit richtiger Kommunikation umgangen werden können. Wenn sich mal wieder keiner verantwortlich für den überquellenden Mülleimer fühlt, in dem sich schon kleine glückliche Kulturen angesiedelt haben, oder wenn auf der Rolle nur noch ein dünnes Blättchen Klopapier flattert und keiner sich traut es zu nehmen, weil er sonst neues besorgen müsste, dann ist es an der Zeit zu kommunizieren.
Die Form der Kommunikation ist von WG zu WG höchst unterschiedlich. Einige kommunizieren von Zimmer zu Zimmer via ICQ oder StudiVZ, andere, die die Konfrontation nicht scheuen, sprechen tatsächlich von Angesicht zu Angesicht miteinander. Bei manchen ist die Kommunikation 2.0 schon soweit ausgereift, dass es einen eigens für die WG eingerichteten Mail-Verteiler gibt.
Aber die klassische Zettel-Variante dürfte wohl die beliebteste von allen sein. Sie verschaffen dem Ärger Luft. Psychologen sagen sogar, dass es sinnvoller ist Zettel zu schreiben, da sie wie ein Puffer wirken und den anfänglichen Ärger auffangen. Also wenn ihr das nächste Mal ein Zettelchen findet, ärgert euch nicht, sondern seid lieber dankbar, dass man euch das dreckige Geschirr nicht um die Ohren geschlagen hat. Eine besonders nette Sammlung an WG-Zettelchen findet ihr auf sueddeutsche.de.


