Kategorie: Allgemeines
Tja, so langsam scheint die Luft für Facebook hier zu Lande immer dünner zu werden (Vorsicht: Ironie!). Zumindest, wenn es um deren Umgang mit dem Datenschutz geht. Den nehmen die Kalifornier ja nicht ganz so genau, und das stößt mittlerweile auch unseren ranghöchsten Politikern - hier in Person von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) - übel auf. In einem offenen Brief hat sie Facebook Gründer Mark Zuckerberg nun dazu aufgefordert die Zügel etwas straffer zu ziehen und in Sachen Datenschutz deutlich nachzulegen. Bis dahin alles ziemlich belangloses Geschwafel wie ich finde, den Hammer gab es aber dann am Schluss: "Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden."
Ich denke mal, dass dieser Satz dem guten Zuckerberg nicht nur eine, sondern gleich mehrere schlaflose Nächte bereiten wird. Die Änderung der Datenschutzrichtlinien werden wohl zudem bereits in Arbeit sein. Nein, jetzt mal ganz ehrlich, am 01. April hätte ich das für einen schlechten Aprilscherz gehalten, 5 Tage später ist hier eine gewisse Form von Fremdschämen angesagt. Ob Frau Aigner Ihren Account bei Facebook löscht oder nicht, dürfte Zuckerberg so viel interessieren, wie mich das Wort zum Sonntag. Gar nicht! Vielleicht ist im Ministerium ja auch jemand so nett und teilt ihr mit, dass die Kündigung ohnehin relativ nutzlos wäre. Ein Blick auf die AGB verrät vieles, unter anderem, dass die bis dahin gesammelten Daten trotzdem bei Facebook bleiben. Dumm gelaufen.


