Das Semester neigt sich dem Ende und die Prüfungen stehen vor der Tür. Begleitet von Schweißausbrüchen und Panikattacken wissen viele Studenten oft gar nicht, wie sie sich den ganzen Lernstoff bloß merken sollen. Zudem leiden viele Bachelor- und Masterstudenten unter Stress und können die freie Zeit nicht mehr effektiv nutzen. Viele Studierende haben Lernschwierigkeiten und suchen Hilfe: "Wir haben extrem steigende Beratungszahlen bundesweit", erklärte Marijke Lass vom Deutschen Studentenwerk gegenüber der Welt.
Doch die richtigen Methoden fürs Pauken und Organisieren können helfen, alle Prüfungen am Ende des Semesters erfolgreich zu bestehen. So eignen sich laut Professor Joachim Wirth von der Uni Bochum oberflächliche Lernstrategien wie Eselsbrücken nur zum stupiden Auswendiglernen. Die Technik hängt dabei immer davon ab, was gelernt werden muss. Bei der sogenannten "Loci - Technik“" geht es darum, Stichworte und Begriffe zum Beispiel mit Stationen eines Spaziergangs zu verbinden. Wichtig ist es vor allem, den Lernstoff auch zu verstehen, anstatt ihn nur auswendig zu lernen.
Auch Zusammenfassungen helfen: "Die wichtigste und grundlegendste Lernverhaltensweise ist es, den Stoff aufzunehmen und dann später aus dem Kopf wiederzugeben", betont Professor Martin Schuster von der Uni Köln. Zudem sollten Studenten immer prüfen, ob die angewandte Technik funktioniert. Jedoch sollte eine Lerneinheit nicht mehr als eine Stunde dauern. Danach ist nämlich eine Pause von mindestens fünf Minuten zu empfehlen. Diese sollte aber nicht vor dem Fernseher verbracht werden. Tests haben nämlich bewiesen, dass diese Berieselung neu Erlerntes im Gehirn überschreibt.
Es gibt viele weitere Techniken - ob Lernkarteien, Mind Mapping oder autogenes Training. Welche jedoch die Beste ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Also, nix wie ran an die Bücher…


