Kategorie: Allgemeines
Ich habe ja gestern schon über die Vorteile eines Auslandssemesters oder einem Praktikum in London "gesprochen", heute geht's um die Nachteile, die diese Stadt so mit sich bringt. Ich persönlich habe ja noch nicht entschieden, was denn nun schwerer wiegt (hängt auch immer von der Tagesform ab), ganz grundsätzlich kann man aber wahrscheinlich nicht sooo viel falsch machen, wenn man als Student für ein paar Monate hier rüber kommt. Naja, jetzt dann aber mal zu den (aus meiner Sicht) negativen Dingen:
1. Die Mietpreise
Vergesst München, Hamburg, Köln oder Stuttgart. Was Mietpreise anbelangt hat London seine eigenen Gesetze. Natürlich kommt es immer auch auf die Lage an (man will ja abends schließlich auch noch vor die Tür gehen können), grundsätzlich sollte man aber selbst für ein WG Zimmer mal mit mindestens 400 Pfund im Monat rechnen und damit ist man dann durchaus noch günstig davon gekommen. Von einer eigenen Wohnung kann man sich als Student von vornherein eigentlich schon verabschieden. Allgemein gilt, wenn eine Wohnung etwas "günstiger" ist, ist sie dies in London nicht ohne Grund, da sollte man also vorsichtig sein.
2. Der Verkehr
Wenn es eine Stadt auf dieser Welt gibt, in der ich mich nicht hinter das Steuer eines Autos setzen würde ist es definitv London. Chaos! Absolutes Chaos. Wer schon mal in Italien oder Südfrankreich gewesen ist, hat schon viel gesehen, der Verkehr hier in London topt aber alles. Zu bestimmten Zeiten ist es tatsächlich so, dass ich auch durchaus etwas längere Strecken schneller zu Fuß zurück lege, als mit dem Bus. Ach, und Ampeln haben hier eigentlich keine Bedeutung, zumindest nicht für Fußgänger. Touristen erkennt man immer am schnellsten daran, dass sie bei einer roten Ampel tatsächlich stehen bleiben. Da wären wir auch schon bei Punkt 3...
3. Die Touristen
Okay, okay, bis vor kurzem war ich hier selber nicht mehr als ein Tourist, verbringt man aber erst mal eine etwas längere Zeit hier, merkt man erst so richtig, wieviele hier eigentlich so rumlaufen und sie beginnen einen zu nerven. Am meisten stört mich dieses "touristische Schlendern" durch die Strassen. Es gibt nichts schlimmeres wenn man es eilig hat, als herumschlendernde Touristen und London hat mehr als genug von denen. Oh, und wer dem englischen übrigens nicht sooo mächtig ist und in London mal nach dem Weg sucht, muss sich keine Sorgen machen, hier begegnen einem eigentlich alle fünf Meter deutsche Touristen mit Stadtplan in der Hand. Ach wie schön ...
4. Das Fernsehen
Tja, also wer glaubt, dass das deutsche Fernsehen schlecht ist, der kann sich auf das englische Fernsehen freuen. Kein Wunder, dass es DVD's schon für 3 Pfund zu kaufen gibt, ohne eine große DVD Sammlung dürfte kein Engländer auf Dauer überleben. Aber welcher Student hat schon Zeit zum Fernsehgucken!?
5. Die Britische Telekom
Oder BT wie sie hier auch liebevoll genannt wird. Solltet ihr in eine bereits bestehende WG ziehen, habt ihr hoffentlich nie mit der BT zu tun, da das mit dem Telefon bzw. Internet-Anschluss schon jemand anders geregelt hat. Wie schon beim Fernsehprogram gilt nämlich auch hier, dass selbst wenn man einiges gewohnt ist, sich einem tiefere Abgründe auftuen, als man jemals für möglich gehalten hat. Einzelheiten erspare ich euch an dieser Stelle jetzt einfach mal ...
So, dann mal bis demnächst in London! Oder auch nicht ... woanders ist das Fernsehprogram möglicherweise besser ...


