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bewerbungsmappen Den Bachelor in der Tasche meinen die meisten Studenten, ihnen würde nun alle Türen offen stehen. Aber genau, wie nach dem Abitur ist auch das nur ein weiterer Trugschluss. Die Masterplätze sind beschränkt und die Zulassungsbedingungen so verschieden wie die Studiengänge selbst. Eine Methode zur Zulassung setzt sich aber immer weiter durch und ruft bei vielen Bachelor-Studenten nur zuckende Schultern hervor: Das Motivationsschreiben liegt voll im Trend. Aber wie verfasse ich eigentlich ein gelungenes Motivationsschreiben?

Als erstes muss einem klar sein, dass das Motivationsschreiben die eigene Visitenkarte ist. Hier gilt es sich und seine Stärken und Interessen möglichst überzeugend zu vermitteln. Daraus muss hervorgehen, warum man den entsprechenden Studiengang gewählt hat, warum man glaubt, dass man für dieses Studium gut geeignet ist. Außerdem könnte man andeuten, wie und warum die ausgewählte Hochschule von einem profitieren kann (für die selbstbewusste Fraktion unter uns).

Der Aufbau eines Motivationsschreibens besteht natürlich aus den drei Teilen: Einer Einleitung, einem Hauptteil und dem Schluss. Um gleich zu zeigen, wie der Hase läuft, sollte man im ersten Teil der Einleitung nicht lange um den heißen Brei reden, sondern gleich eindeutige Argumente bringen, warum man für den Master geeignet und motiviert ist und welches Ziel man verfolgt.

Im Hauptteil bietet es sich an, auf den bisherigen Werdegang und das vorangegangene Studium Bezug zu nehmen. Warum habe ich mich für diesen oder jenen Bachelorstudiengang entschieden, was waren die Inhalte und was habe ich mitgenommen? Außerdem kann man im Hauptteil seine beruflichen Ziele sowie bereits geleistete Praktika erwähnen. Wichtig ist vor allem, dass man nur für den Studiengang relevante Angaben macht und unwichtige Stationen auslässt. Außerdem sollte deutlich werden, dass man es wirklich ernst meint, indem man sich vorher genau über den angestrebten Studiengang und dessen Schwerpunkte informiert. Ähnlich wie bei einer Hausarbeit, sollte man einen roten Faden vor Augen haben, sodass das Schreiben einen inhaltlich sinnvollen Aufbau hat.

Am Schluss sollte man nocheinmal seine Fähigkeit und die persönliche Motivation betonen. Auch eine abschließende Grußformel bietet sich an. Allerdings sollte man es, wie in einer Bewerbung vermeiden, Floskeln zu übernehmen, da in einem Motivationsschreiben ja auch die eigene Persönlichkeit zum Vorschein kommen soll.
Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem noch mal: Rechtschreibung oberstes Gebot! Außerdem sollte man sich über die Formalitäten der Uni erkundigen, um nicht schon im Voraus aus dem Verfahren zu fliegen. Wer sich also für einen Masterplatz bewerben möchte, der sollte in jedem Fall rechtzeitig mit dem Schreiben beginnen und sich gegebenenfalls vorher an der Uni über die Anforderungsprofile informieren.



 

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