Mobbing kennt man vom Schulhof und vom Büro. Zu Zeiten von sozialen Netzwerken wird jedoch eine andere Form des Mobbings immer verbreiteter: Cyber-Mobbing ist ein Phänomen, von dem vor allem Nutzer in sozialen Netzwerken zunehmend betroffen sind. Laut klicksafe.de ist rund ein Viertel aller befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren schon einmal vom Cyber-Mobbing betroffen gewesen.
Ein großes Publikum, Anonymität sowie die Möglichkeit immer in das Privatleben anderer eingreifen zu können, begünstigt Cyber-Mobbing-Attacken. Anlässlich des Safer Internet Day 2009 hat die EU deshalb mit den Vertretern von 17 sozialen Netzwerken, darunter Myspace, Facebook und Studivz, eine neue Richtlinie zum besseren Schutz in sozialen Netzwerken unterschrieben.
So sollen z.B. die Angebote alterspezifisch abgegrenzt werden und die Nutzer durch voreingestellte Datenschutzbestimmungen besser geschützt werden. Außerdem sollen Funktionen eingerichtet und verbessert werden, die helfen, Verstöße und Missbräuche durch den Nutzer zu melden und die Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden zu vereinfachen. Mit den „Safer Social Networking Principles“ wird die erste europaweite Vereinbarung getroffen, die im Hinblick auf Persönlichkeitsrechte und Datenschutz der Nutzer, Standards für die Anbieter von sozialen Netzwerken festlegt.


