In den vergangenen Tagen öffnete die „Milk 2010“ als erste offizielle Jobmesse für Homosexuelle in München ihre Pforten. Benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister von San Francisco Harvey Milk, der sich als erster Politiker öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, können Interessierte hier ihre Kenntnisse in Workshops und bei Seminaren verbessern und herausfinden, welche Unternehmen als „gay-friendly“ gelten.
Auf der Messe sind neben dem Axel Springer Verlag, Ford und IBM, noch weitere namhafte Aussteller vertreten. Auch Netzwerken wird hier ganz groß geschrieben und so haben die Besucher die Möglichkeit Kontakte mit Gleichgesinnten auf professioneller Ebene zu knüpfen.
Eigentlich eine gute Sache, aber die scheinbare Notwendigkeit einer solchen Messe zeigt einmal mehr, wie intolerant und empfindlich die Berufswelt auf diesem Gebiet immer noch zu sein scheint. Ich dachte wir leben im 21. Jahrhundert und da sollte die sexuelle Orientierung doch mittlerweile keine Rolle mehr spielen. Und ob eine Jobmesse für Homosexuelle wie die „Milk 2010“ wirklich förderlich, oder nicht sogar eher kontraproduktiv ist, da sie Homosexuellen im Berufsleben eine Sonderposition einräumt, wo doch eigentlich Gleichberechtigung das Ziel sein sollte, wage ich mal zu bezweifeln.



10. März 2010 at 20:39
[...] Mit der Milk 2010 öffnet die erste offizielle Jobmesse für Homosexuelle in München seine Pforten - Gay-friendly Arbeitgeber präsentieren sich dort, und ja - alle Großen scheinen dabei zu sein! [...]