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Beim Bewerbungsgespräch sind viele Faktoren ausschlaggebend um bei seinem Gegenüber zu punkten: Ein sicheres selbstbewusstes Auftreten, ein fester Blick, eine gute Ausdrucksweise und ein entsprechender Lebenslauf. Aber all das kann durch einen einzigen Faktor entscheidend beeinflusst werden: Den Namen. Oder denken sie bei „Justin Dean“ an einen zukünftigen Konzernleiter? Oder bei „Jaqueline Summer“ an die Chefin eines Kreditinstituts?

So leid es einem tut, aber diese und andere Namen, sind häufig mit einem Klischee besetzt und die meisten können sich nicht davon freisprechen, dass sie mit einigen Namen ein soziales Milieu assoziieren. Nicht ganz zu unrecht. Denn es wurde festgestellt, dass Akademiker-Kinder häufig solide und klassische Vornamen tragen, wohingegen einfachere Bildungsschichten Namen aus den Medien bevorzugen. Was modern klingt, muss jedoch nicht immer das Beste für das Kind sein. Besonders kritisch ist dabei eine ausgefallene Kombination von solchen Namen, die man manchmal mit Erstaunen (oder auch blankem Entsetzen) morgens bei den Geburtsanzeigen liest: „Wir freuen uns über die Geburt unseres kleinen Tylor Melvin Blue.“ Soviel Ausgefallenheit und Kreativität mit diesem Namen auch mitschwingen mögen, so viele Klischees werden mit ihm verbunden.

Aber nicht nur das soziale Milieu wird mit dem Namen assoziiert, sondern auch andere Klischees: In der Grundschule war es Britta, die unsportlich und ein bisschen fülliger war, Stefan war der Mädchen-Schwarm, Frederick ein Streber, genau wie Wiebke und Marie-Luise war die Zickige. Und so spielen sich bei uns auch heute noch Kindheitserinnerungen im Kopf ab und die Dörte, die vor uns sitzt erinnert uns ganz plötzlich an die fiese Klassenkameradin von einst, die uns in der Pause immer an den Haaren über den Schulhof zog.

Dennoch ist weniger mehr. Und wenn sich der Wunsch der Eltern nach einem ausgefallenen Namen nicht schon in der Grundschule rächt, dann ist es spätestens beim Bewerbungsgespräch soweit…




 

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Blog GO!Jobware - RSS Feed - Kommentare zu Nomen est Omen

1 Kommentar zu „Nomen est Omen“




  1. NewsShit! Du heißt beschissen! Says:

    [...] Daß der eigene Name bei der Berufswahl echt im Weg stehen kann, weiß der Blog-Artikel “Nomen est Omen” auf der Seite von GO!Jobware zu [...]




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