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Wer einen Facebook Account hat, der hat wohl auch schon mal was von Farmville gehört. Da pflanzt man Obst und Gemüse an, kann Kühe melken oder sich ein Haus bauen. Fast 75 Millionen User sind mittlerweile zu kleinen Bauern geworden und es werden täglich mehr. Der idyllische Schein trügt allerdings, denn der Verbraucherschutz warnt davor und es gibt bereits Spieler, die sogar von unerlaubten Konto-Abbuchungen berichten.
Zunchächst kann man bei "Farmville" völllig kostenlos nur mit reinem Fleiß «Erfahrungspunkte» sammeln und virtuelles Geld verdienen. Dafür reicht es aus regelmäßig nach seinen Pflänzchen zu sehen, damit die auch nicht eingehen. Ein eigenes Haus kann man allerdings schneller bauen, wenn man z.B. per Kreditkarte sein Farmville-Konto auffüllt. Und Auch wenn die meisten Spieler nur kleine Beträge ausgeben, hier macht es die Menge an Nutzern und der Hersteller , die amerikanische Internet-Firma Zynga macht Millionen-Umsätze. Bleibt die Frage, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Partnern von Zynga wird eine "Abo Falle" vorgeworfen. Diese boten Nutzern beim Kauf von Software oder Handy-Klingeltönen Farmville-Geld an. In den USA läuft schon eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga. Die Abo-Praktiken gehören seitdem der Vergangenheit an.
Nun zum oben kurz angesprochenen Datenschutz. Auch hier nimmt es Zynga wohl nicht so genau. Einmal auf das eigene Facebook-Profil heruntergeladen, erlaubt man Zynga den Zugriff auf eigene Profilinformationen, Fotos oder auch Informationen über Freunde. Das Unternehmen erstellt dann ein Profil des jeweiligen Nutzers. Dafür nutzt es Daten aus etlichen unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Blogs, Kurzmitteilungsdiensten oder Zynga-Spielen. Zusammen mit gesammelten Browser-Informationen über die besuchten Websites werden diese dann für gezielte Werbung eingesetzt. Mit anderen Worten: Man wird mit völlig sinnloser Werbung "zugemüllt".
Scheint als ob die berühmte "Bauernfängerei" in diesem Zusammenhang also durchaus zweideutig zu sehen ist...
   Tags: Datenschutz, Facebook Ähnliche Artikel: Dummheit wird (auf Facebook) bestraft | Stalking Deluxe | “Facebook-Party” eskaliert Veröffentlicht von Patrick Team GO!Jobware am 02.02.2010 in Allgemeines | Keine Kommentare » 



Suchen Unternehmen eigentlich Absolventen, die extrem viel Ahnung in ihrem Fachgebiet haben oder eher Generalisten mit einem breiten Allgemeinwissen? Natürlich gibt es Berufe, zum Beispiel in der IT-Branche, bei denen Bewerber vor allem in ihrem Bereich Ahnung haben müssen. Aber auch sie sollten in der Lage sein, über den eigenen Tellerrand zu blicken – denn Fachidioten will kein Unternehmen.
Besonders wichtig ist ein breites Allgemeinwissen bei Dienstleistungs- oder Beratungsberufen, also dort, wo viel Kundenkontakt herrscht. Und nicht nur dort lauert die Falle im Vorstellungsgespräch. Wenn man wirklich mal keine Ahnung hat, kann man das ruhig zugeben, denn einen Bluff erkennen erfahrene Personaler sofort. Es geht ihnen auch nicht immer um eine exakt richtige Antwort, sondern darum, die Reaktion des Bewerbers zu testen. Sicher fragen einen nicht alle Personaler über geografische oder politische Fakten aus und haben einen vorgefertigten Fragebogen. Trotzdem sollte man gut vorbereitet sein, Allgemeinbildung erweitert schließlich auch den eigenen Horizont.
Das Problem: Gerade in Zeiten von Bologna können Studenten sich nicht treiben lassen und bekommen durch den starken Leistungsdruck schnell den Tunnelblick. Wir raten daher vor allem Bachelor-Studenten, Lesen zu einer täglichen Priorität zu machen, seien es Tageszeitungen, Magazine oder gar Belletristik. Auch mir fällt es zugegebenermaßen schwer, zwischen Seminartexten, Hausarbeiten-Lektüre und Vorlesungsfolien immer Zeit und Motivation für Tageszeitungen zu finden. Aber mal ganz ehrlich, wenn man wirklich will, tut auch ein gelegentlicher Blick auf Spiegel-Online nicht weh …
   Tags: berufliche Zukunft, Praktikum, Vorstellungsgespr�ch Ähnliche Artikel: Kein gutes Jahr für Absolventen | Crossmediales Recruiting | 7. Tipp: Stärken herausfiltern und richtig platzieren - Zielgruppenbewerbung Veröffentlicht von Steffi Team GO!Jobware am 01.02.2010 in Karriere | Keine Kommentare » 



Was erhält man, wenn man Annette Schavan 2,2 Millionen Euro zur Verfügung stellt? Ein Projekt, das zwar ganz vorbildlich Praktikumsplätze in der Technikbranche vermitteln will, diese dann aber dummerweise nicht promotet. Und was ist seit Mai 2009 dabei rausgekommen? Ein einziger Praktikant wurde vermittelt.
Es ist ja kein Geheimnis: In Deutschland fehlen Techniker und Ingenieure. Um also das Problem bei der Wurzel zu packen und den Nachwuchs für diese Berufe zu begeistern, versuchte die Bildungsministerin schon seit 2008 fleißig das sogenannte Technikum einzuführen. Der Plan: Die Praktikanten sollen nicht nur einen fünf- bis achtmonatigen Praxiseinblick bekommen, sondern mit Lehrveranstaltungen, Exkursionen und Workshops auch fachlich dazulernen – 300 € Taschengeld inklusive. Alles in allem dürfte das doch für viele Abiturienten ganz nett klingen. Nur, warum hat sich trotzdem keiner beworben?
Wahrscheinlich lag es am schlecht geplanten Marketing. Das Geld steckte Frau Schavan neben dem Aufbau einer Servicestelle zwar auch in Werbeaktionen. Diese starteten allerdings erst im März 2009 und waren anscheinend trotz der hohen Summe so spärlich gesät, dass sich bisher nur ein einziger Interessent finden lies: Felix Simon. Trotz dieser traurigen Bilanz zeigt sich das Bildungsministerium optimistisch – für 2010 erwartet man bis zu 1.000 Teilnehmer. Für über zwei Millionen € aber immer noch verhältnismäßig lau.
   Tags: Flop, Ingenieur, Praktikum Ähnliche Artikel: Auf nach London!? | „Die Zeit“ als Verbündete! | Fragen zum Allgemeinwissen im Vorstellungsgespräch Veröffentlicht von Steffi Team GO!Jobware am 29.01.2010 in Allgemeines, Karriere | 1 Kommentar » 



Nachdem wir hier ja schon das ein oder andere Mal darüber berichtet haben, dass ein Großteil der Studenten überhaupt kein Problem darin sieht, nach dem Studium einen (gut bezahlten) Job zu finden, gibt es jetzt Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die leider eine ganz andere Sprache sprechen.
Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern stieg im Jahr 2009 überproportional stark an. Im Dezember des vergangenen Jahres waren 11,6 Prozent mehr Hochschulabsolventen arbeitslos als noch im Januar (150.000 -> 167.000). Noch schlechter lief es vor knapp 10 Jahren, nachdem die Dotcom-Blase platzte. Damals stieg die Zahl arbeitsloser Hochschulabsolventen von 180.000 auf 224.000. Satte 25 Prozent und der absolute Höchstwert seit der Wiedervereinigung.
Überraschend ist das aufgrund der momentanen konjunkturellen Krise natürlich nicht. Da Deutschland eine Exportnation ist, sind vor allem Elektro-, Metall und Hochleistungstechnologie – Branchen betroffen. Hier werden traditionell viele Facharbeiter mit Hochschulabschluss beschäftigt - die wurden 2009 wegen schwacher Auftragslage entlassen. Besonders schwer haben es aber die Job-Einsteiger. Die Übergangszeit vom Studium in den Job wird einfach immer länger. Von Januar bis Dezember 2009 hat sich die Zahl der Hochschulabsolventen, die keinen Job finden und deshalb direkt Hartz IV beantragen müssen, um 10 Prozent erhöht.
Interessant ist aber auch die Tatsache, dass gleichzeitig die Arbeitslosigkeit bei denjenigen ohne abgeschlossene Berufsaubildung um mehr als 10 Prozent gesunken ist: Von 1,4 Millionen im Januar 2009 auf 1,26 Millionen im Dezember. Ernsthafte Sorgen muss man sich aber wohl nicht machen, denn sobald sich die (weltwirtschaftliche) Lage verbessert, gibt es auch wieder mehr Jobs für Absolventen. Wohl nur ein schwacher Trost für viele, die es aktuell betrifft ...
   Tags: berufliche Zukunft, Jobsuche, Karrierechancen Ähnliche Artikel: Bewerbung 2.0 | 2. Tipp: Ohne Fleiß kein Preis - Eigeninitiative | Karrierekiller Internet Veröffentlicht von Patrick Team GO!Jobware am 25.01.2010 in Allgemeines, Karriere | Keine Kommentare » 






Neue Studie, neue Zahlen, aber nichts wirklich neues. Scheint fast so, als würde es jetzt fast monatlich eine weitere Erhebung zur Abbruchrate bei Studenten geben. Was dabei heraus kommt, ist aber eigentlich immer das Gleiche.
Das Hochschul-Informations-System (HIS) hat jetzt herausgefunden, dass fast fast jeder fünfte Student in Deutschland sein Studium abbricht. Im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften gibt es zwar im Vergleich zu Vorjahren weniger Abbrecher, dafür ist der Anteil bei den Ingenieuren weiter gestiegen. Im Fokus stehen auch mal wieder die Bachelor-Studenten. Die werfen nämlich deutlich früher hin als ihre Kommilitonen in den alten Studiengängen. Im Durchschnitt schon nach nur 2,9 Semestern. Magister- und Diplom-Kandidaten quälen sich hingegen irgendwie noch bis ins 8. Semester, bevor sie das Handtuch werfen. Ob ein früher Abbruch des Studiums jetzt unbedingt negativer zu sehen ist, als ein Abbruch im 8. Semester, will ich jetzt mal nicht bewerten. Die jüngsten Studien-Proteste scheinen in diesem Zusammenhang aber durchaus berechtigt.
Laut der HIS-Studie sind vor allem Bachelor Studenten häufig überfordert und brechen deswegen Ihr Studium ab. Insgesamt haben in den letzten Jahren Leistungsprobleme und Prüfungsversagen zugenommen. Diese Erkenntnisse sind ebenso wenig bahnbrechend, wie die Erkenntnis, dass auch finanzielle Aspekte häufig eine Rolle beim Studienabbruch spielen. Im Grunde also mal wieder alles kalter Kaffee. Fragt sich allerdings wieviele solcher Studien oder Studien-Proteste es noch braucht, damit sich möglicherweise etwas zum positiven ändert.
   Tags: Bachelor, Studie, Studium Ähnliche Artikel: Studenten plaudern Krankengeschichten auf Facebook aus | Studieren mit Kind ist fast unmöglich | Arbeitslose sind öfter krank Veröffentlicht von Patrick Team GO!Jobware am 19.01.2010 in Allgemeines | 2 Kommentare » 



Dass man heutzutage möglichst fließend englisch und noch zwei andere Fremdsprachen sprechen können sollte, um auf dem Jobmarkt Beachtung zu finden, ist ein alter Hut. In letzter Zeit stolpere ich aber immer wieder über das folgende Phänomen: Wer auf nationaler Ebene Erfolg haben will, der muss auch fließend Hochdeutsch können – und drückt dafür mitunter sogar die Schulbank.
Das klingt im ersten Moment diskriminierend, schließlich kann keiner was für seine Herkunft. Vor allem aber, wenn man fernab der Heimat arbeitet, können die Reaktionen am Arbeitsplatz ablehnend sein. Traurig, aber wahr: Wer die Hochsprache nicht beherrscht, dem wird auch fachlich weniger zugetraut. Dialekte, allen voran sächsisch, schwäbisch und berlinerisch, sind unbeliebt und müssen auf beruflicher Ebene möglichst abgelegt werden. Selbst akzeptierte Mundarten wie bayerisch oder norddeutsch können Verständnisprobleme hervorrufen, und das nicht nur bei ausländischen Kollegen.
Aus diesem Grund gibt es immer mehr Absolventen, die versuchen, ihr Hochdeutsch in Kursen zu trainieren. Das finde ich auf jeden Fall löblich, solange man weiterhin authentisch bleibt und sich nicht rund um die Uhr verstellt. Denn Sprache vermittelt nicht nur Inhalte, sondern auch Emotionen.
   Tags: Dialekt, Hochdeutsch, Sprache Veröffentlicht von Steffi Team GO!Jobware am 13.01.2010 in Karriere | Keine Kommentare » 





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