Kategorie: Allgemeines
Das die Börse Ihre ganz eigenen Gesetze hat, ist wohl auch den Laien unter uns bewusst. Was ich da aber eben über ein Börsenspiel in Südkorea gelesen habe, müsste allen Börsianern eigentlich die Schames-Röte ins Gesicht treiben. Bei besagtem Börsenspiel hat laut dem Börseninformationsdienst Paxnet ein Papagei (!!!) bessere Ergebnisse erzielt als acht von zehn Börsenmaklern. Jedem "Teilnehmer" stand die virtuelle Summe von 33.600 Euro zur Verfügung und während sich die Spezialisten den Kopf über Ihre Vorgehensweise bzw. Stratege zerbrachen, pickte Papagei "Ddalgi" mit dem Schnabel einfach ein paar Wertpapiere heraus. Mit einem Gewinn von 13,7 Prozent belegte er schließlich den dritten Platz (der Durchschittswert lag bei -4,6 Prozent). Die Börsenmakler tätigten während des sechswöchigen Planspiels im Durchschnitt (ich wüsste mal gerne, wo da die Spitze lag) 190 Aktiengeschäfte, Ddalgi wählte insgesamt sieben Mal Aktien aus.
So weit, so gut. Was mir nun allerdings etwas Sorgen bereitet, ist dass Paxnet-Chef Chung hieraus die Erkenntnis zieht, "dass langfristige Investments in erstklassige Wertpapiere sicher und effizient sind." Und ich dachte schon, die eigentliche Erkenntnis wäre, dass man in Zukunft ahnungslose Anlageberater mit einem fetten Gehalt komplett durch Papageien ersetzen kann. Naja ... Wen wundert da eigentlich noch die Finanzkrise?!


