Mit harten Bandagen kämpft die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK) gegen den Studiengebührenboykott ihrer Kunststudenten. Nach erfolglosen Mahnungen, treibt sie jetzt mit harter Hand die ausstehenden Forderungen bei ihren Studenten ein – ihnen droht sogar die Pfändung. In einer Presseerklärung des Asta heißt es, dass bereits Bankkonten einiger Kunststudenten durch die zuständigen Landeskassen gesperrt worden sind.
Begonnen hatte das ganze Drama mit dem allgemeinen Studiengebührenboykott, der 2007 startete und an dem sich immer noch über ein Drittel aller Studierenden der HfbK beteiligen. Offensichtlich waren die Bemühungen der Universitätsleitung, die ausstehenden Gebühren geltend zu machen, nicht von Erfolg gekrönt, sodass sie sich keinen anderen Rat wusste, als die Daten der zahlungsunwilligen Studenten an die Kasse Hamburg zu übermitteln, die nun für die Vollstreckung zuständig ist.
Einen Ausweg gibt es allerdings noch für die Studenten: Laut Asta der HfbK können betroffene Studenten eine eidesstattliche Versicherung einreichen, die angibt, dass keine verwertbaren finanziellen Mittel vorhanden sind. Ich muss sagen, dass ich vor soviel Widerstand und Durchhaltevermögen der Studenten meinen Hut ziehe.
Der Studiengebührenboykott an der Uni Paderborn verlief nach kurzer Zeit im Sande und war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Auch in anderen Städten sagen sich die meisten Studenten scheinbar lieber: Augen zu und durch, anstatt sich täglich vom Gerichtsvollzieher wecken zu lassen. Dennoch darf man gespannt sein, zu welchen Mitteln die Hamburger Hochschule für bildende Künste demnächst noch greifen wird. Der Gerichtsvollzieher ist auf jeden Fall schon eine Ansage.


