Kategorie: Allgemeines
Mal ganz ehrlich, das Nervigste und Überflüssigste, was das Internet uns beschert hat, ist wohl Twitter. Belanglose geistige Ergüsse, zusammengefasst in ein paar Zeichen. Da geschieht es den Usern meiner Meinung nach ganz recht, dass sich ein paar findige Holländer zusammengetan haben und einen praktischen Service für Einbrecher anbieten. Gebündelte Informationen über die Statusmeldungen der einzelnen User dürften für jeden Langfinger ein Traum sein. „Morgen geht’s in den Urlaub! Hurra!“ Hurra, dürfte auch der clevere Einbrecher sich denken, denn nicht nur Statusmeldung, sondern natürlich auch der Standort ist bekannt.
Wenn ich also meine erfolgreiche Diebestour planen möchte, dann finde ich zuerst das Jahreseinkommen bei myspace heraus um zu gucken, ob sich ein Einbruch überhaupt lohnt. Als nächstes wird der Beziehungsstatus bei Facebook überprüft. Schließlich möchte man bei einem Einbruch nicht von der Ehefrau überrascht zu werden. Via Google Earth werden noch schnell die Lage des Hauses und mögliche Fluchtwege gecheckt und schon kann der perfekte Bruch 2.0 starten.
Ist natürlich alles nicht so ganz ernst gemeint, sondern soll eine Warnung vor dem allzu sorglosen Umgang mit persönlichen Daten warnen. Aber eingefleischte Twitter-Fans und Netzwerk-User werden sich davon nicht beirren lassen. Schließlich geht es ja gerade darum: Zeigen wer man ist und was man macht. Allen potenziellen Einbrechern sei aber noch ein Tipp gegeben: Falschangaben haben im Netz Hochkonjunktur. Wer sich also auf die Gehaltsangabe von „196.000€ und höher“ bei myspace verlässt, könnte durchaus enttäuscht werden.


