Nachdem ihn seine Freundin verlassen hatte, startete der 26-jährige Christoph Stüber über das soziale Netzwerk „meinVZ“ einen Party-Aufruf auf der Insel Sylt zum großen Liebeskummer-Besäufnis. Eigentlich wollte er zunächst mit 100 Bekannten feiern. Seinem Aufruf im Internet folgten dann allerdings rund 13.000 Menschen. Zwar stürmten dann doch „nur“ 5.000 Party-Hungrige mit Zügen und Autos die sonst so gesittete Insel, aber mit Musik und einem unerschöpflichen Vorrat an Alkohol reichte das aus, um die Straßen von Westerland in Richtung Strand zu fluten. Hier ging die Party dann weiter.
Der arbeitslose Stüber, der Dank des Medienrummels um ihn nun wieder einen Job in einer Redaktion hat, wurde gebührend mit Sprechgesängen gefeiert.
Wie bei jeder richtigen Party blieb jedoch auch hier ein Folgeschaden nicht aus: Müllberge, verwüstete Dünen und verdreckte Zug-Abteile in denen die Party-Meute angereist war. Diesen Schaden in Höhe von rund 20.000 Euro soll dem Party-Initiator Christoph Stüber jetzt vom Ordnungsamt und der Gemeinde Sylt in Rechnung gestellt werden. Ich bin ja mal gespannt, wie dieses teure Nachspiel ausgeht. Wie wäre es mit einem Spendenaufruf über „meinVZ“? Vielleicht findet sich ja auch auf diesem Weg eine neue Freundin für den Verlassenen. Alles in allem scheint sich die Party auf Sylt für Christoph Stüber gelohnt zu haben und ich an seiner Stelle würde das Eisen schmieden, solange es heißt ist, wie man so schön sagt.


