Kategorie: Allgemeines
Nicht alle Studenten plagen Sorgen was die nächste Vorlesung, Klausur oder auch Studiengebühren angeht. Nein, einige haben noch viel größere. So auch ein Pathologie-Student (Doktorand lese ich gerade) der Uni-Cambridge in England. Ja, das ist der, der vor knapp 4 Monaten dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao "mit einiger Kraft" (so die Staatsanwältin) einen Schuh an den Kopf schmeißen wollte (der Schuh ist dann letztendlich einen Meter vorm Podium gelandet, es hat sich also noch nicht mal gelohnt). Außerdem warf er der Universität vor, sich zu "prostituieren" und den armen alten Herrn Jiabo bezeichnete er dann auch noch als "Diktator". Macht man alles nicht und deswegen steht er auch seit heute in Cambridge vor Gericht. Glück im Unglück sag ich mal, dass der Prozess nicht in China stattfindet und er anstatt einer Lebenslangen Haftstrafe bei Wasser und Brot (schrecklich meine Vorurteile, aber da stehe ich zu), wohl (im schlimmsten Fall) mit 6 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe in Höhe von 5.000 Pfund davonkommt.
Die Uni scheint übrigens aufgrund dieses Vorfalls ernsthaft um Ihren guten Ruf zu fürchten und so ließ die Vize-Kanzlerin heute verlauten, dass die Universität Cambridge ein Ort der "nachdenklichen Debatte" sei und kein Ort, wo Schuhe geworfen werden. Ach so ...
Die Verhandlung soll wohl am Mittwoch zu Ende gehen. Wir bleiben am Ball und werden euch berichten, wie der Fall ausgegangen ist.


