Kategorie: Allgemeines
Kurz vor der Wahl im Jahr 2008 hatte George Bushs Regierung einen Ausverkauf von Naturgebieten für Öl- und Gasbohrungen angeordnet. Sie lagen im Südosten des Bundesstaates Utah, laut Umweltschützern eine Region, die ökologisch sehr fragil sei. Bei der Auktion dieser Gebiete im Dezember 2008 war auch der Wirtschaftsstudent Tim DeChristopher anwesend – eigentlich nur um gegen diese Versteigerung zu protestieren. Doch dann hatte er einen besseren Plan.
Tim DeChristopher steigerte kurzerhand mit um die Gebiete, deren Auktion er eigentlich verhindern wollte. Er wollte ja nicht wirklich etwas ersteigern, da er als Student natürlich nicht über das nötige Geld verfügte. Am Ende der Auktion ging sein Plan jedoch ziemlich schief: Tim DeChristopher erhielt den Zuschlag für 9000 Hektar Land im Wert von 1,7 Millionen Dollar. Die spontane Aktion beschrieb er in einem TV-Beitrag und Interview für das amerikanische Fernsehen. Die anderen potentiellen Käufer waren natürlich entsetzt und ziemlich verärgert als rauskam, dass ihnen die Gebiete weggeschnappt wurden, sie aber nicht bezahlt werden können.
In der vergangen Woche wurde das Verfahren gegen DeChristopher eröffnet, die Anklage der Grand Jury in Salt Lake City lautet Störung einer Bundesauktion und arglistige Täuschung bei der Versteigerung. Je nach Strafmaß ist von Freispruch bis 10 Jahre Haft alles möglich. Beim nächsten Mal sollte er sein (nicht vorhandenes) Geld wohl besser anders verjubeln!


