Tja, so eine gewisse Nervosität vor Klausuren oder mündlichen Prüfungen ist ja ganz normal, laut einer Umfrage bei Beratungsstellen von Studentenwerken in Baden-Württemberg, leiden aber immer mehr Studenten unter richtiger Prüfungsangst und benötigen psychologische Hilfe. Schuld daran sind wohl unter anderem die Studiengebühren sowie die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge (versteh ich jetzt nicht so ganz). Außerdem nehmen viele Unis wohl zu viele Studenten an und "sortieren" schnell(er) aus. Da wächst dann automatisch der Druck und gleichzeitig die Angst zu versagen.
Interessant ist, dass Frauen früher nach Hilfe suchen als Männer. Die gehen halt grundsätzlich erst dann zum Arzt, wenn schon fast alles zu spät ist. Angeblich sind 20 - 25 % aller Studenten in Deutschland psychisch "angeschlagen", womit wir uns so ziemlich genau auf dem Level der USA und den meisten anderen europäischen Ländern bewegen. Generelle Tipps gegen Prüfungsangst gibt es anscheinend nicht, in Mannheim bspw. hat man aber jetzt bereits auf dieses aufkommende Phänomen reagiert. Dort gibt es ein spezielles "Prüfungscoaching-Programm" für alle unter uns, die (und das nennen die dort wirklich so) unter "Aufschieberitis" leiden.
Naja, also ich kann mir durchaus vorstellen, dass vor allem die Studiengebühren zu einem größeren "Erfolgsdruck" führen. Ob man da mit speziellen Modulen oder Kursen was dran ändern kann, bezweifle ich allerdings stark. Wen die Studiengebühren belasten, den belasten sie halt, da hilft eigentlich nur mehr Geld auf dem Konto oder die Möglichkeit wieder etwas "günstiger" zu studieren. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema ...


