Bald ist es wieder soweit: Deutschland ist im WM-Fieber. Und das bedeutet nicht nur Fahnenmeer, Grillorgien, Bier und Hupkonzerte, sondern vor allem die fußballverrückten Studenten stehen wieder vor einem Dilemma das da lautet: Seminar oder Länderspiel?
Bei dieser Frage können die einen nur verständnislos mit dem Kopf schütteln, der studentische Fußballfan hingegen bekommt schwitzige Hände und gerät in einen dramatischen Gewissenskonflikt: Die Sonne scheint, auf dem Grill brutzeln die Würstchen, das Bier steht kalt und bis zum Anpfiff ist es nicht mehr lang. Der Stundenplan sieht allerdings Seminare bis zum späten Abend vor.
Viele Möglichkeiten gibt es nicht, um diesem Dilemma zu entkommen. Schwänzen oder bleiben. Wer während des Spiels doch in der Uni bleibt und trotzdem nicht auf ein bisschen Fußballfieber verzichten möchte, der sollte jemanden beauftragen, der ihn während des Seminars über den aktuellen Spielstand via SMS informiert. Dabei sollten sowohl Handy als auch Jubelschreie lautlos gehalten werden. Dass diese Methode eher ein schwacher Trost ist, ist klar. Wie auch schon 2006 kann man also nur auf das Verständnis des Dozenten hoffen, der bei wichtigen Spielen mal ein Auge zudrückt.


