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Studie: Wer in seinem Profil von Alkohol redet, hat mehr Facebook-FreundeWir haben es ja schon lange geahnt: Wer mehr trinkt, hat mehr Freunde (von Qualität ist hier explizit nicht die Rede). Eine Studie der University of Wisconsin soll nun auch einen Zusammenhang von Posts auf Facebook, die sich mit Alkohol beschäftigen, und der virtuellen Freundesanzahl ermittelt haben.

Für die Studie wurden die Facebook-Profile von 225 männlichen Studenten einer Universität auf Bilder, Statusnachrichten sowie Kommentare, in denen Alkohol eine Rolle spielte, untersucht. Das Ergebnis: Bei Männern, die älter als 21 waren, wurden 4,5 mal mehr Alkohol-Referenzen gefunden als bei den jüngeren. Dabei korrelierte die Anzahl der Alkohol-Erwähnungen entscheidend mit der Anzahl an Facebook-Freunden.

Mashable zitiert die Leiterin der Studie, die im Hochladen von Alkohol-Referenzen einen wichtigen Faktor für die Akzeptanz bei Gleichaltrigen sieht. Ob sich so die gesteigerte Freundeszahl auf Facebook erklären lässt, ist meiner Meinung nach ungewiss. Es mag ja sein, dass Männer, die öfters mit Freunden zum Trinken rausgehen, auch einen größeren Bekanntenkreis haben. Ist es dann nicht logisch, dass sie demnach auch mehr Facebook-Freunde haben?

Aber auch ein weiterer Punkt wurde nicht mit berücksichtigt. Die Quintessenz dieser Studie ist zwar, dass Ältere Alkohol mehr referenzieren als Jüngere und dass die Älteren ergo mehr Facebook-Freunde haben. Das muss jedoch nicht nur die Folge der gestiegenen Alkohol-Erwähnungen im Profil sein, sondern ist doch auch Teil eines ganz normalen Prozesses der Freundes-Akkumulation im Web: Je länger man in einem Netzwerk angemeldet ist, umso mehr "Freunde" (also auch flüchtige Bekannte oder Leute, die man gar nicht kennt) sammelt man dort über die Jahre an. Hingegen werden Bekannte von früher, für die man sich mittlerweile nicht mehr die Bohne interessiert nur sehr selten gelöscht. Mit der Zeit steigen also die Freundeszahlen von jedem - egal, ob man Alkohol trinkt oder nicht.

Nun ja, der Mashable-Artikel hat darüber leider keine genaueren Angaben gemacht, daher muss jeder, der sich für die exakten Schlussfolgerungen interessiert, auf das American Journal of Men's Health warten, in dem die Studie bald veröffentlicht werden soll.



 

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