Kategorie: Allgemeines
Tja, so ist das mit den Studiengebühren... In Bayern wurde jetzt (mal wieder) eine Klage abgewiesen und die Studenten können weiterhin 500 Euro pro Semester zahlen. Die Begründungen dafür finde ich ganz interessant, denn es sind genau die Dinge, die auch hier im Blog schon das ein oder andere mal diskutiert wurden. So räumen die Richter in Ihrem Urteilsspruch zwar ein, dass die Studiengebühren die Wahl der Universität bzw. des Bildungsweges schon beeinträchtigen, andererseits sei es jedoch auch so, dass die Höhe der Gebühren (100 Euro - 500 Euro) diese nicht nachhaltig beeinflussen würden. Ich will jetzt die ganze Diskussion von wegen Bachelor, finanzielle Belastung, enormer Stress, etc. nicht wieder aufrollen, völlig Unrecht (so finde ich zumindest) haben die Richter damit aber natürlich nicht. Zudem sei nicht nur die Höhe der Studiengebühren zumutbar, sondern diese durch zinsgünstige Darlehen auch für finanzschwache Studenten finanzierbar. Auch das kann ich einigermaßen nachvollziehen, welches Argument ich jedoch überflüssig finde, ist das eines potentiellen Vorteils gegenüber "Nicht-Studenten" auf dem Arbeitsmarkt. Das ist einfach nur Schwachsinn, ich kenne genug Leute, die auch schon vor der Finanzkrise enorme Schwierigkeiten bei der Job-Suche hatten bzw. andere, die gerade in Einstiegspositionen weniger verdienen als andere nach Abschluss Ihrer Ausbildung.
Naja, das Thema Studiengebühren wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen, das aktuelle Urteil in Bayern ändert daran wohl auch nichts. Ich bin mir sicher, dass die nächsten Kläger da schon wieder auf der Matte stehen ...


