So, jetzt mal wieder etwas interessantes abseits von Streiks und Protesten. Ich habe heute eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh entdeckt (zugegeben jetzt schon ein paar Tage alt), welche belegt, dass für einen großen Teil von westdeutschen Studieninteressenten, ein Studium in Ostdeutschland nicht in Frage kommt. Befragt wurden 1500 Personen, 60 Prozent davon haben milde ausgedrückt nur wenig Lust dort zu studieren und zu leben.
Das liegt insgesamt nicht nur an den Unis, sondern vor allem an den Hochschulstandorten. Potentielle Studienanfänger fürchten nicht nur die hohe Ausländerfeindlichkeit (rund 42 Prozent), sondern werden auch von schlechteren Jobchancen im Osten abgeschreckt (58 Prozent). Laut dem Autor der Studie begeht man jedoch einen großen Fehler, wenn man sich von Vorurteilen leiten lässt. Nicht nur ist die Ausstattung an Ostdeutschen Hochschulen neuer, man zahlt dort auch keine Studiengebühren. Die Studienbedingungen sind insgesamt oft sehr gut, wo hingegen die in Westdeutschland sich erst mal weiter verschlechtern dürften. Doppelte Abiturjahrgänge sowie die Tatsache das viele Ostdeutsche Jugendliche in den Westen abwandern, sorgen für eine Flut von Studierenden an Westdeutschen Hochschulen.
Tja, ist der Ruf erst ruiniert ... Da kommt wohl einiges an Arbeit auf die ostdeutschen Uni Standorte zu, um das ramponierte Image wieder aufzubessern. Ich befürchte jedoch, dass sich am derzeitigen Zustand auf Jahre gesehen nicht viel ändern wird.


